Artikel-Schlagworte: „Romano Ricci“

Parfum in den Genen, Rosenduft im Benzintank: Das große Sommerinterview mit Romano Ricci

Romano Ricci“Cherchez l´homme”: der Mann und kreative Kopf hinter JULIETTE HAS A GUN im Interview mit Edle Essenzen.

Mal ehrlich: diesem Mann wurde der Sinn für Edles und Schönes doch förmlich in die Wiege gelegt. Seine Urgroßmutter – Nina Ricci, die Grande Dame der Pariser Haute Couture. Sein Großvater – Robert Ricci, der ganzen Frauengenerationen die Parfumlegende ”L’air du Temps” schenkte. Wie hätte da aus Romano Ricci nicht der Schöpfer des Damenparfum-Kultlabels Juliette Has a Gun, sondern – sagen wir einmal… ein Formel-1-Rennfahrer werden können? Einer jener PS- und Geschwindigkeit-Junkies, die zumeist nur von einem Duft umweht werden – Kopfnote: Benzin. Herznote: Motorenöl. Basisnote: Reifengummi! Meisterlich abgerundet mit einem sinnlichen Hauch glühenden Asphalts

Obwohl: so hätte es durchaus auch kommen können, wie sich in unserem Interview mit einem überaus sympathischen und gut aufgelegten Romano Ricci schnell herausstellt. Doch alles der Reihe nach…

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Perfume in the genes, scent of roses in the fuel tank: A summer interview with Romano Ricci

Romano RicciFor the very first time, we publish one of our journal articles both in German and English – to ensure that also our non-German speaking international customers and readers can enjoy this enlightening summer interview with Romano Ricci!

You´d almost think this man simply must have a sense of beauty and luxury by birth: His great-grandmother was Nina Ricci, the Grande Dame of Parisian haute couture. His grandfather was Robert Ricci who dedicated his legendary perfume classic L’Air du Temps to whole generations of women. So how could Romano Ricci not have become the founder and creator of Juliette Has a Gun, but… let’s just say, a Formula One racing driver? One of those speed junkies who usually are surrounded by only one single kind of scent – top note: gasoline. Heart note: engine oil. Base note: tyre rubber! Masterly rounded off with a sensual hint of glowing hot asphalt

Well, that´s not that unrealistic at all, and indeed, it could also have happened, as it soon turned out in our interview with a very affable and winsome Romano Ricci

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Starke Frauen, gut bewaffnet: Wildwest-Lady Calamity J. als Inspiration für Romano Ricci

Once upon a time in the West: Wer war jene „Calamity J.“, nach der der aktuelle Duft von Romano Ricci und Juliette has a Gun benannt ist? Eine ungewöhnliche Frauengeschichte aus dem rauhen „Wilden Westen“ von einst, die nunmehr in Form eines wunderbar unkonventionellen Duftes zeitgemäß fortgeschrieben wird…

Calamity Jane

Calamity Jane

Die Wildwest-Legende Martha Jane Cannary, weit besser bekannt als Calamity Jane, ging als wohl bekanntester „weiblicher Cowboy“ in die Geschichte des Wilden Westens ein. 1852 in Missouri als erste von insgesamt sechs Geschwistern geboren, war sie bereits im Teenageralter durch den Tod ihrer Mutter (1866) und ihres Vaters (1867) früh regelrecht gezwungen, auf eigenen Beinen zu stehen und die Rolle der Ernährerin ihrer Familie einzunehmen.

Auf abenteuerlichen Reisen durch den Westen der USA ging sie so illustren und unterschiedlichen Berufen wie Goldgräberin, Postkutschenfahrerin, Krankenschwester, Saloondame, Viehtreiberin oder Armee-Scout nach – viele Tätigkeiten, die seinerzeit allein Männern vorbehalten zu sein schienen. Bis Calamity Jane kam, und alle eines Besseren belehrte…

Calamity Jane mit Pferd

Calamity Jane mit Pferd

Ihr ungewöhnlicher Lebenswandel brachte auch einen Lebensstil mit sich, der insbesondere in der damaligen Zeit als vermeintliches Vorrecht der Männer galt. Calamity Jane kümmerte das nicht: Schießen, Rauchen, Trinken, Tabak kauen, Fluchen – nur einige der betont rustikalen Disziplinen und Fertigkeiten, auf die sich die toughe Revolver-Lady vorzüglich verstand, und in denen sie den meisten Männern in nichts nachstand.

Mit draufgängerischer Leichtigkeit setzte sie sich so über konventionelle Geschlechternormen und –grenzen hinweg; damit war Calamity Jane nicht nur Sinnbild und Inbegriff einer unabhängigen Frau, die so frei war, in einer männlich dominierten Welt ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, und nach eigenen Regeln zu leben – sondern auch geradezu prädestiniert dazu, für den aktuellen Duft von Juliette Has A Gun (postum) Patin zu stehen: Ihr verwegenes Leben war die Inspiration für „Calamity J.“, die nunmehr vierte Parfumkreation von Romano Ricci. Das „J.“ im Parfumnamen steht zugleich auch für die moderne Juliette, die sich nicht scheut, weiblich zu sein und gleichzeitig ihre „maskuline“ Seite zu leben.

Romano Ricci bricht dabei nach allen Regeln der (Parfumeurs-)Kunst mit den gängigen Konventionen, indem er mit „Calamity J.“ den ersten maskulinen Duft präsentiert, der nur für Frauen kreiert wurde – für ein weibliches Spiel der Düfte mit „männlichen“ Untertönen… die breit gefächerte Duftnotenpalette reicht hier von Patchouli und Ambroxan über Iris, Amber und Lavendel bis hin zu Moschus und Vanille. Eine faszinierende, absolut spannende Melange – wie eine zu Duft geronnene Hymne auf eine moderne Weiblichkeit, die alle ihr innewohnenden Facetten lustvoll lebt und selbstbewusst auskostet!

Ein Damenduft mit einem Hauch von "Wildem Westen": Jalamity J. von Juliette has a Gun

Ein Damenduft mit einem Hauch von "Wildem Westen": Jalamity J. von Juliette has a Gun

 “Vergiss nicht“, so schrieb Calamity Jane dereinst in einem Brief an ihre Tochter, „wenn es etwas gibt, was die Welt hasst, so ist es eine Frau, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmert”. Jahrzehnte an durchlebten Höhen und Tiefen, an Lebenserfahrung einer starken Frau sprachen aus diesem Satz. Doch dass mehr als ein Jahrhundert nach Niederschrift jener Zeilen ein Parfum nach ihr benannt werden würde, gar noch auf der anderen Seite des Atlantiks – das freilich konnte sie zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal ahnen. Oder, mal ehrlich: würden Sie – verehrte Leserin, werter Leser – in diesem Augenblick ernsthaft annehmen, dass irgendwann einmal Ihr Name in Form eines bahnbrechenden Parfums verewigt würde? Dabei stehen die Chancen womöglich gar nicht mal so schlecht. Man muss vielleicht einfach nur danach leben – indem man Grenzen zu überwinden trachtet, ungewöhnlich zu leben wagt, neue Horizonte erschließt und scheinbar Unmögliches möglich werden lässt. Im Hier, Jetzt und Heute. Ohne dabei viel darauf zu geben, was jene Menschen dazu sagen und davon halten, nach denen – seien wir realistisch! – selbst in hunderttausend Jahren bestimmt nie ein Parfum benannt werden wird.

Eben so, wie es Calamity Jane zu Lebzeiten getan hat. Once upon a time in the West…

Ein Kleinod aus der arabischen Düfte-Schatzkammer: „Midnight Oud” von Juliette Has A Gun

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Nach Citizen Queen, Lady Vengeance und Miss Charming präsentiert Juliette Has A Gun nun mit Midnight Oud eine spezielle, limitierte Edition, die dem olfaktorischen Hauptthema Oud (Adlerholz) gewidmet ist. Midnight Oud ist eine opulente Komposition, die mit vollen Händen aus der reichhaltigen Schatzkammer der arabischen Düftekultur schöpft: eine hypnotisierende Verschmelzung von Safran, Sandelholz, Moschus und Amber, marokkanischer Rose und Patchouli, königlich gekrönt von der wohl betörendsten all jener Duftkomponenten - Adlerholz.

Juliette Has A Gun – Midnight Oud ist in Deutschland auf eine Stückzahl von 150 limitiert, so dass dieses besondere Kleinod wohl nur für kurze Zeit erhältlich sein wird.

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