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Nez spécial #4: Francis Kurkdjian – Perfumed Life 24/7
Francis Kurkdjian entstammt keiner langen Tradition einer Parfumeursfamilie, im Gegenteil: exakt das erste Viertel seines Lebens hatte er weder den Zugang, noch das Interesse an den olfaktorischen Freuden dieser Welt. Mit 15 Jahren packte ihn jedoch plötzlich Interesse und Freude an Parfum und die Weichen bewegten sich schon jetzt langsam in Richtung Duftdesign. Vorerst studierte er Tanz und Musik (Piano im speziellen), bevor die Leidenschaft zum Duft immer stärker und stärker zu werden begann.
Mit gerade einmal 25 Jahren erschuf Kurkdjian einen bis heute genauso beliebten wie umstrittenen Duft für Jean Paul Gaultier: “Le Male”. Aber dies war nur der Anfang einer ganzen Linie bahnbrechender Parfums für die großen Namen der Fashion-, Beauty- und Luxuswelt: Narciso Rodriguez (For Him), Armani (Mania for men), Joop (Muse), Versace (Jeans Couture Glam) und viele weitere, wurden durch das hochfeine, ästhetische Duftgespür Kurkdjians erschaffen. Aber auch andere Düfte namhafter Parfumhäuser wie Acqua di Parma (Iris Nobile) & Guerlain (Rose Barbare) – oder moderner – Juliette has a Gun, sind das Werk des Franzosen. Keine Aufgabe scheint im zu groß, keine Hürde zu schwierig, wohl auch ein Grund dafür das er sich meisterhaft an die Rekreation von Marie Antoinettes „MA, Sillage de la Reine“ wagte. Ein Duft welcher auf der Homepage von Versailles zu 350 Euro 25/ml erworben werden kann. Mit dem Erlös des Duftes, welcher unter Zusammenarbeit mit Historikern entstand, soll ein besonders kostbares Stück für die Versailler Sammlung erworben werden: Ein 350.000 Euro teurer Reisekoffer der hingerichteten Königin.
Gerne geht der Duftdesigner seine Passion auch mit ungewohnter Kreativität an: Beispielsweise kann man Ihn seiner Maison Francis Kurkdjian gelegentlich olfaktorische Installtionen begutachten wie duftende Seifenblasen, einer neuen wunderschönen Weise der Raumbeduftung oder aber auch die Erstellung von “Custom-Made Fragrances” – Düfte, welche in absoluter Einzigartigkeit auf ihren Träger zugeschnitten werden.
Francis Kurkdjian ist ein Parfumeur, der seinen eigenen Weg geht und auf diesem ist er auch sehr gut aufgehoben.
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Kreativ duften: Layering
Ein aktueller Trend welcher häufig in unserer Parfümerie nachgefragt wird, nennt sich Layering – zu deutsch: Schichtung, beziehungsweise sinngemäß: Überlagerung. Damit ist das Überlagern mehrerer Parfums gemeint, wodurch – mal mehr, mal weniger gut riechende - neue Eigenkreationen entstehen. Diese Technik gibt dem Parfumliebhaber die Möglichkeit mit dem entstehenden einzigartigen Duft, die eigenen olfaktorische Präsenz zu indiviualisieren. Es muss jedoch beachtet werden, dass wirklich nicht jedes Parfum beliebig kombiniert werden kann.
Eine prinzipielle Frage die gestellt werden muss, ist wohl auch ob nicht jeder Duft für sich schon so einzigartig ist, so dass er gar nicht kombiniert werden sollte. Schließlich steht hinter den meisten Kreationen auch ein künstlerischer, wenn nicht sogar metaphorisch-poetischer Gedanke.
Allerdings gibt es auch Häuser die den Grundgedanken des Layerings schon während der Entwicklung ihrer Duftlinien bedenken und fördern. Allen voran ist an dieser Stelle Etro zu nennen, deren Düfte beliebig miteinander / aufeinander verwendet werden können und somit auch einen spielerischen und kreativen Umgang ermöglichen.
Außergewöhnliche Düfte, die für sich schon sehr aussagekräftig & einzigartig sind, sollten – meiner Meinung nach – nicht gelayert werden. Beispielsweise einen Nasomatto zu kreuzen oder das fabelhafte For Her von Narciso Rodriguez, wäre für mich persönlich nicht denkbar.
Nach Aussagen Dritter ist ein Layering mit den neuen Life Threads von La Prairie gut, die Kombination verschiedener Annick Goutal – Düfte (beispielsweise “Petite Cherie” in Kombination mit “Les Nuits d´Hadrien”) soll ebenso erfolgversprechend sein, wie die Arbeit mit diversen Guerlain – Düften.
Es sollte jedoch darauf geachtet werden, das es eine Kombination aus leichten und schweren Düften ist und sie sich in ihren Eigenschaften ergänzen. Der schwere Duft wird zuerst aufgetragen, danach folgt der leichtere zum harmonisieren. Die Düfte müssen nicht zwangsweise an der gleichen Körperstelle übereinander gesprüht werden, sondern können bspw. im Dekolleté und im Nacken angewendet werden. Experimentierfreude ist hier gefragt! Und falls es einmal nicht passen sollte, lässt sich der Duft ja mit einer (ungespritzten) Zitronenscheibe wieder neutralisieren.
Viel Spaß beim ausprobieren!











