Artikel-Schlagworte: „Duft“
Nasomatto – Der Gigantismus verrückter Nasen
Nasomatto ist unter Kennern schon lange bekannt als Brand für außergewöhnliche Extrait de Parfums in schrillen Flakons. Einzigartig im Duft und allgemein irgendwie anders…
Während Black Afgano – Süchtige (wie ich – lechz!) schon Monate auf Nachschub des Duftes warten, rührt Alessandro Gualtieri (Interview folgt bald!) eine neue Kreation an, sorgt für Nachschub des vermissten Duftes und dies gleich in – an Größenwahn erinnernden – gigantischen Ausmaßen. Black Afgano kommt nämlich, zusätzlich zur herkömmlichen 30ml Variante, auch in einem dezenten 2 Liter(!) Giant - Flakönchen auf den Markt. Süchtige können sich nun also in wenigen Wochen wieder mit dem Stoff eindecken, aus dem ihre olfaktorischen Träume geschaffen sind (und ich werde nicht mehr mit “Muss-Das-Denn-Sein-Blicken” bedacht, wenn ich mich mit diebischer Heimlichkeit an den letzten Tropfen des Testers vergreife).
Als wäre es der Sensation nicht genug, das der schwarze Afghane bald wieder lieferbar ist, nein Herr Gualtieri setzt noch einen oben drauf: Nuda – ein neuer Duft, natürlich wieder ein Extrait, soll auch in wenigen Wochen erscheinen und einen animalischen Jasminduft abgeben, der die heftigen adrenalinausschüttenden Emotionen eines Raubtierangriff evozieren soll und kostbare Jasmin Absolue im Herzen trägt. Der Duft soll Narcotic Venus nicht unähnlich sein, nur statt der Tuberose wird hier ein sehr spezieller Jasmin im Rampenlicht stehen. Ich weiß schon jetzt wer bei uns den Tester als Erster sprühen wird – manchmal ist es eben ein Gottesgeschenk sein Büro in Nähe des Wareneingangs zu haben…
Prada 1x pour Homme & 1x pour Femme – Die beiden Neuen Infusions
Nicht mehr ganz so neu, aber dennoch noch Ihren Bericht wert, sind die beiden letzten Prada – Eau de Parfums. Nach L‘Eau Ambrée widmete man sich nun wieder der “Infusion de” – Linie und zwar mit einem herrlichen Homme Duft, ebenso wie mit betörenden Damenparfum.
Prada Femme: Infusion de Tuberose
Die seit jeher so betörende Tuberose hatte die letzten Monate ein wenig das Nachsehen in der Welt der Düfte. Zwischen all den frischen Fliederdüften wurde dieser grandiosen Duftnote recht wenig Beachtung geschenkt. Infusion de Tuberose holt sie wieder ins Spotlight des Geschehens und präsentiert sie auf einem Thron, getragen von Petitgrainöl Bigarade & Blutorange. Ein sommerliches Abenteuer und mit Sicherheit etwas Tolles für den hoffentlich bald kommenden Sommer, dessen weibliche Leichtigkeit mit diesem Duft noch unterstrichen werden kann.
Prada Homme: Infusion de Vetiver
Bei den beiden diesjährigen limitierten “Infusion de” – Veröffentlichungen wurden erfreulicherweise wir Herren nicht ausgeschlossen und so können wir uns mit einem atemberaubenden Vetiverduft “bekleiden” um dem “Mythos Mann” damit offen zu huldigen. Dieser Prada Homme – Duft ist erdig – rau und wird dennoch von einer ehrlichen Zartheit begleitet. Ganz wie Frauen uns eben mögen.
Abschließend hier noch ein sehr stilvolles, cooles Video mit Daria Werbowy für Prada Parfums. Fast schon ein Mini-Artmovie – ich finde es sehr gelungen:
[untitled] by Maison Martin Margiela

(untitled) von Maison Martin Margiela bei Essenza Nobile
Im leicht abgeschabten , in verschiedenen Weißtönen gehaltenen Ambiente tragen die Mitarbeiter noch immer Ihre weißen Arbeitskittel, Zeichen der Anonymität, der fehlenden Hierarchien, des No-Logo-Konzepts, das der belgische Designer Martin Margiela seiner 1988 gegründeten Modemarke zur Existenzgrundlage gemacht hat.
„Untitled“ – der Name dieses ersten Margiela Duftes ist natürlich kein Name, sondern eine leere Klammer mit Raum für Fantasien, vergleichbar mit den weißen Decken, Böden und Wänden in den Margiela- Shops oder dem Stück unbedruckten weißen Wäschebandes, aus dem viele von Margielas Etiketten gemacht sind.
Die für diesen Duft verantwortliche Parfumeurin Daniela Andrier, die viele Prada Düfte kreierte, hat im Ergebnis eine Essenz geschaffen, wofür Margiela steht; als wäre seine Seele darin zu entdecken.
Andrier verwendet als Hauptbestandteil das Harz des Galbanumstrauches, eine mit dem Fenchel verwandte Pflanze, und damit kein frisches, sondern ein hartes, beißendes Grün. Daß dennoch nichts an „untitled“ in die Nase sticht, der Duft sich vielmehr wie eine zarte wärmende Decke auf die Haut legt, verdankt er neben Bitterorange und Weihrauch vor allen dem Zusatz von weißem Moschus.
So subtil und selbstverständlich, wie es nur Düfte vermögen – oder Margiela selbst, der immer schon Kunst und Philosophie zur Kleidung verarbeitet hat, als sei nichts anderes die Bestimmung von Mode-, enthält hier eine kleine Flasche eine ganze Welt.
Erhältlich in der Kurfürsten Parfümerie und im Essenza Nobile Shop ab Mai 2010.
Comptoir Sud Pacifique macht Palmenstrand-Träume wahr – jetzt auch als Eau de Parfum

Comptoir Sud Pacifique ist für mich ja so etwas wie der Südseeurlaub unter den Düfteschmieden, und ist – angefangen bei der sehr charakteristischen Aluminium-Optik bis hin zu den Düften selbst, die auf unvergleichliche Weise Fernweh und Palmenstrandträume fördern, Weltreisenfantasien beflügeln und exotische Unbeschwertheit verströmen – zweifelsohne etwas ganz besonderes. Ich muss zugeben: ich bin ein Fan! Und könnte man Comptoir Sud Pacifique als Reise buchen – ich wäre wohl längst schon auf dem Kreuzfahrtschiff…
Umso größer war da meine Freude darüber, dass drei dieser hervorragenden Düfte nun veredelt und als Eau de Parfum neu aufgelegt wurden. Dabei wurde jedoch nicht einfach „nur“ die Parfumkonzentration erhöht; die Düfte wurden auch überarbeitet, und – unter sorgsamer Beibehaltung des Geistes des Ursprungsduftes – jeweils um neue, raffinierte Duftfacetten bereichert. Vanille Extreme, Aqua Motu und Aloha Tiaré heißen die glücklichen drei, die von nun an als Eau de Parfum für ein noch intensiveres Comptoir-Dufterlebnis sorgen dürfen…
Übrigens: Wer den berauschenden Duft karibischer Tiaré-Blüten liebt, wurde bei Essenza Nobile an diesem Wochenende sogar gleich doppelt beschenkt; denn neben Aloha Tiaré ist – auf aktuelle Kundennachfrage hin – in unserem Onlineshop ab sofort auch die traumhaft exotisch duftende Body-Lotion Tiaré von Ligne St Barth erhältlich!
Ninfeo mio: Annick Goutal läutet den Frühling ein!
In den Gärten von Ninfa, nicht weit von Rom entfernt, entdeckten Camille Goutal und Isabelle Doyen einen behüteten Garten Eden. Reife Zitrusfrüchte und saftige Feigen erfüllen die Luft über diesem kleinen Paradies, durch das der Fluss Ninfeo fließt…
Ninfeo mio ist ein wunderbar hesperidisch-frischer Zitrusduft mit einer delikaten Verveine-Note, die durch warme und holzige Akkorde betont wird. Italienische Zeder und Verveine verleihen ihm Frische, während Feige dem Duft einen warmen, weichen und sinnlichen Charakter schenkt. Persisches Galbanum-Harz gesellt eine grünblättrige Note hinzu, die von Zitronenbaumholz und italienischer Bigarade (Bitterpomeranze) zu einem einmaligen Dufterlebnis ergänzt wird, das wie geschaffen ist, den Frühling einzuläuten!
Ninfeo mio ist nicht nur als Eau de Toilette für Damen und Herren erhältlich – obendrein gibt es mit Sous le Figuier auch eine neue Annick-Goutal-Duftkerze, mit der das olfaktorische Feigen- und Zedernthema von Ninfeo mio erneut aufgegriffen wird, vorzüglich ergänzt mit leckeren Pfirsich-, Veilchenblätter- und Minzenoten.
Übrigens – hier noch ein kleiner, feiner Ninfeo-mio-Geheimtipp, ganz unter uns: Ninfeo mio lässt sich hervorragend kombinieren und layern (näheres hierzu im Artikel „Duft-Layering“ von Sjörn Plitzko) mit drei anderen Annick-Goutal-Düften, die jeweils typische Duftfacetten und Charaktereigenschaften von Ninfeo mio besonders betonen; zusammen mit Eau d´Hadrian kommen die enthaltenen Zitrusnoten verstärkt zur Geltung, mit Les Nuits d´Hadrian werden die warmen Noten sehr angenehm unterstrichen, und in Verbindung mit Eau de Sud erhalten die grünen und zitrischen Noten von Ninfeo mio eine besonders starke, intensive und unvergleichliche Präsenz…
Byredo flirtet mit Baudelaire…
Mein Kollege Herr Vogel, gibt sich immer wieder unglaublich viel Mühe beim Verfassen der Duftbeschreibungen, heute hat er sich selbst übertroffen, weshalb ich ihm mit diesem Beitrag Respekt dafür zollen möchte.
Er beschrieb Baudelaire von Byredo und es ist kein Wunder das dieser Duft ganz selbstverständlich auf seinem Schreibtisch, landete.
Vielen Dank, Herr Vogel.
Hier ein Auszug:
…
Baudelaire eröffnet äußerst delikat mit Wacholderbeere, Schwarzem Pfeffer und Kümmel, geht in ein mysteriöses Herz aus Weihrauch, Hyazinthe und Leder über, und klingt schließlich mit Noten von Papyrus, Patchouli und schwarzem Amber aus, die das tiefe Geheimnis von Baudelaire erst zum Schluss vollends freigeben und verraten.
Man könnte Baudelaire mithin als die bis dato „düsterste“ Düftekomposition von Byredo beschreiben, die ihren poetischen Widerhall in einem berühmten Gedicht jenes Schriftstellers findet, nach dem der Duft benannt wurde:
Parfum exotique
Quand, les deux yeux fermés, en un soir chaud d’automne,
Je respire l’odeur de ton sein chaleureux,
Je vois se dérouler des rivages heureux
Qu’éblouissent les feux d’un soleil monotone;Une île paresseuse où la nature donne
Des arbres singuliers et des fruits savoureux;
Des hommes dont le corps est mince et vigoureux,
Et des femmes dont l’oeil par sa franchise étonne.Guidé par ton odeur vers de charmants climats,
Je vois un port rempli de voiles et de mâts
Encor tout fatigués par la vague marine,Pendant que le parfum des verts tamariniers,
Qui circule dans l’air et m’enfle la narine,
Se mêle dans mon âme au chant des mariniers.Charles Baudelaire
Die ganze Duftbeschreibung ist hier zu finden: Byredo – Baudelaire
Durch´s Schlüsselloch geschaut: So schön wird das Duft- und Pflege-Frühjahr 2010!
Von Rose bis Oud, von Verveine bis Petitgrain, von Les Yeux Pressé bis Nutri Supréme: eine Vorschau.
In unserem Neujahr-Newsletter hatten wir für dieses Jahr ein Feuerwerk neuer Düfte versprochen. Nun möchte ich schon mal einen ersten Blick in die (nahe) Zukunft wagen – denn bereits in diesem Frühjahr werden wir ein paar Duft-Raketen zünden, die es fürwahr in sich haben! Wie ein herannahendes Gewitter, das sich mit verheißungsvollem Wetterleuchten und zuckenden Blitzen am Horizont ankündigt, geben diese Düfte einen ersten Vorgeschmack darauf, was uns in diesem Jahr so alles erwartet…

Kilian - Rose Oud
Bei Kilian geht es in diesem Jahr da weiter, wo es im vergangenen Jahr aufgehört hat: das Kilian-Thema dieses Frühjahrs ist einmal mehr Oud – diesmal aber mit einer eher „weiblichen“ Interpretation von Parfumeurin Calice Becker, die dem Oud die Duftfarben der Blütenblätter erlesener türkischer Rosen zur Seite gestellt hat. „Rose Oud“ wird die Schwester von Pure Oud heißen, die voraussichtlich bereits Anfang April im Rahmen der Kollektion „Arabian Nights“ bei uns das Licht der Welt erblicken wird. Wir sind schon äußerst gespannt, was uns da erwartet!
Freunde der Kilian-Düfte dürfen sich auf dieses Frühjahr übrigens gleich doppelt freuen: Denn mit dem „Kilian Discovery Set“ wird es auch erstmals ein Set geben, das es Damen wie Herren ermöglicht, die gesamte Kollektion “L’Oeuvre Noire” auf einmal kennenzulernen – oder auch wiederzuentdecken. Acht Luxusphiolen mitsamt einem kleinen Zerstäuber werden für ein großes Wiedersehen (oder, besser: Wiederschnuppern) mit den L’Oeuvre Noire-Düften sorgen – oder aber für ein erstes, unkompliziertes Kennenlernen zum Kilian-Entdecker-Preis (…man munkelt von einem Preis von unter 100 Euro für die acht Kilian-Düfte im Set).

Vier Wochen SHISEIDO ZEN FOR MEN: ein Selbstversuch in „Aromachologie“
Würzige Hölzer, fruchtige Exotik, maskuline Leder- und Moschus-Akzente: so kennen, so lieben wir den aktuellen Shiseido-Herrenduft Zen for Men. Als ich den Duft im vergangenen Jahr kennen lernte, fiel mir besonders ins Auge, dass Shiseido damit wirbt, Zen for Men mit „aromachologischen Inhaltsstoffen“ versehen zu haben, die – so die zunächst recht kühn anmutende Versprechung – in der hektikschwangeren modernen Zeit eine stressmildernde Wirkung entfalten sollen. Ein Parfum also, dass nicht einfach nur das tut, was man von einem Parfum gemeinhin erwartet (nämlich: toll duften), sondern das nebenbei auch noch Stress reduziert und zu mehr Gelassenheit im Leben verhilft – dank „aromachologischer Inhaltsstoffe“? Ich muss zugeben, ich war zunächst doch etwas skeptisch.
„Aromachologie“ – eine Wortmixtur aus „Aroma“ und „Physiopsychologie“ – nennt sich eine von Shiseido forcierte Forschungsrichtung, die die Duftaromen hinsichtlich ihrer Wirkung auf Körper und Psyche untersucht und zu optimieren versucht; einem Parfumduft kommt demnach nicht bloß die Bedeutung zu, einfach „nur“ möglichst gut und angenehm zu riechen, sondern nach Möglichkeit auch das mentale, und damit letztlich auch das körperliche Wohlbefinden zu erhöhen. Ein Ansatz, den man so auch aus dem Bereich der Aromatherapie, etwa mit ätherischen Ölen, kennt. Oder auch aus dem „Duft-Marketing“, bei dem Düfte sogar gezielt dazu eingesetzt werden, um die Stimmung von Kunden zu beeinflussen oder Menschen in Kauflaune zu versetzen (darüber werde ich in diesem Jahr in einem eigenen Artikel noch mehr berichten).
Welche „aromachologischen Inhaltsstoffe“ nun ganz genau in Zen for Men enthalten sind, war nicht ohne weiteres in Erfahrung zu bringen – da lässt sich Shiseido wohl nicht so einfach in die Karten schauen. Immerhin reizt doch aber die Behauptung, der Duft von Zen for Men wirke stressmildernd, im Rahmen eines Praxisversuchs ganz knallhart und konkret auf seine Plausibilität hin überprüft zu werden. Was ich mir nicht nehmen ließ, und in den vergangenen Wochen auch ausgiebig getan habe!
Und welche Jahreszeit wäre für einen solchen Versuch wohl besser geeignet als die vielerorts turbulente, von hektischer Betriebsamkeit erfüllte Zeit vor Weihnachten und dem Jahreswechsel? Vier Wochen lang habe ich also täglich Zen for Men aufgetragen, und mich damit immer wieder ganz gezielt in potenziell stressreiche Situationen hinein begeben; wo immer die Masse an Menschen groß, die Zeit besonders knapp, die Stimmung betont hektisch, gereizt oder gar zum Zerreissen angespannt war, war in den vergangenen Wochen mein Platz – stets großzügig eingehüllt in den (übrigens überaus köstlichen) Duft von Zen for Men!
Starke Frauen, gut bewaffnet: Wildwest-Lady Calamity J. als Inspiration für Romano Ricci
Once upon a time in the West: Wer war jene „Calamity J.“, nach der der aktuelle Duft von Romano Ricci und Juliette has a Gun benannt ist? Eine ungewöhnliche Frauengeschichte aus dem rauhen „Wilden Westen“ von einst, die nunmehr in Form eines wunderbar unkonventionellen Duftes zeitgemäß fortgeschrieben wird…

Calamity Jane
Die Wildwest-Legende Martha Jane Cannary, weit besser bekannt als Calamity Jane, ging als wohl bekanntester „weiblicher Cowboy“ in die Geschichte des Wilden Westens ein. 1852 in Missouri als erste von insgesamt sechs Geschwistern geboren, war sie bereits im Teenageralter durch den Tod ihrer Mutter (1866) und ihres Vaters (1867) früh regelrecht gezwungen, auf eigenen Beinen zu stehen und die Rolle der Ernährerin ihrer Familie einzunehmen.
Auf abenteuerlichen Reisen durch den Westen der USA ging sie so illustren und unterschiedlichen Berufen wie Goldgräberin, Postkutschenfahrerin, Krankenschwester, Saloondame, Viehtreiberin oder Armee-Scout nach – viele Tätigkeiten, die seinerzeit allein Männern vorbehalten zu sein schienen. Bis Calamity Jane kam, und alle eines Besseren belehrte…

Calamity Jane mit Pferd
Ihr ungewöhnlicher Lebenswandel brachte auch einen Lebensstil mit sich, der insbesondere in der damaligen Zeit als vermeintliches Vorrecht der Männer galt. Calamity Jane kümmerte das nicht: Schießen, Rauchen, Trinken, Tabak kauen, Fluchen – nur einige der betont rustikalen Disziplinen und Fertigkeiten, auf die sich die toughe Revolver-Lady vorzüglich verstand, und in denen sie den meisten Männern in nichts nachstand.
Mit draufgängerischer Leichtigkeit setzte sie sich so über konventionelle Geschlechternormen und –grenzen hinweg; damit war Calamity Jane nicht nur Sinnbild und Inbegriff einer unabhängigen Frau, die so frei war, in einer männlich dominierten Welt ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, und nach eigenen Regeln zu leben – sondern auch geradezu prädestiniert dazu, für den aktuellen Duft von Juliette Has A Gun (postum) Patin zu stehen: Ihr verwegenes Leben war die Inspiration für „Calamity J.“, die nunmehr vierte Parfumkreation von Romano Ricci. Das „J.“ im Parfumnamen steht zugleich auch für die moderne Juliette, die sich nicht scheut, weiblich zu sein und gleichzeitig ihre „maskuline“ Seite zu leben.
Romano Ricci bricht dabei nach allen Regeln der (Parfumeurs-)Kunst mit den gängigen Konventionen, indem er mit „Calamity J.“ den ersten maskulinen Duft präsentiert, der nur für Frauen kreiert wurde – für ein weibliches Spiel der Düfte mit „männlichen“ Untertönen… die breit gefächerte Duftnotenpalette reicht hier von Patchouli und Ambroxan über Iris, Amber und Lavendel bis hin zu Moschus und Vanille. Eine faszinierende, absolut spannende Melange – wie eine zu Duft geronnene Hymne auf eine moderne Weiblichkeit, die alle ihr innewohnenden Facetten lustvoll lebt und selbstbewusst auskostet!

Ein Damenduft mit einem Hauch von "Wildem Westen": Jalamity J. von Juliette has a Gun
“Vergiss nicht“, so schrieb Calamity Jane dereinst in einem Brief an ihre Tochter, „wenn es etwas gibt, was die Welt hasst, so ist es eine Frau, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmert”. Jahrzehnte an durchlebten Höhen und Tiefen, an Lebenserfahrung einer starken Frau sprachen aus diesem Satz. Doch dass mehr als ein Jahrhundert nach Niederschrift jener Zeilen ein Parfum nach ihr benannt werden würde, gar noch auf der anderen Seite des Atlantiks – das freilich konnte sie zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal ahnen. Oder, mal ehrlich: würden Sie – verehrte Leserin, werter Leser – in diesem Augenblick ernsthaft annehmen, dass irgendwann einmal Ihr Name in Form eines bahnbrechenden Parfums verewigt würde? Dabei stehen die Chancen womöglich gar nicht mal so schlecht. Man muss vielleicht einfach nur danach leben – indem man Grenzen zu überwinden trachtet, ungewöhnlich zu leben wagt, neue Horizonte erschließt und scheinbar Unmögliches möglich werden lässt. Im Hier, Jetzt und Heute. Ohne dabei viel darauf zu geben, was jene Menschen dazu sagen und davon halten, nach denen – seien wir realistisch! – selbst in hunderttausend Jahren bestimmt nie ein Parfum benannt werden wird.
Calé – Fragance d’Autore – Besonders und unkompliziert
Und man merkt es ihnen einfach an… Eine wahre, fast schon an Besessenheit grenzende Liebe zum Duft. Calè übersetzt starke Emotionen und poetische Bilder in atemberaubende Düfte – dabei immer im Hinterkopf: Die Erhaltung des ehrenwerten Handwerks der Parfumeriezunft.
Calè – Fragrance d’Autore ist eine außergewöhnliche Linie von 8 sehr unikaten Düften aus Italien. Die gesamte Reihe wurde von den Parfumeuren Maurizio Cerizza und Silvio Levi kreiert, welche ihre Motivation in der aufrichtigen Liebe zum authentischen Duft begründen.
Hier die Kollektion:
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Calé – Ozio – EdT Ein ruhiger, gedankenanregender Duft mit blumigen und waldigen Noten. | |||
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Calé – Dolce Riso – EdT Ein wunderschöner Duft, der Kindheitserinnerungen hervor ruft, wahnsinnig zart und optimistisch ist. | |||
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Calé – Assolo – EdT Ein orchestraler Duft voller Aussagekraft und Harmonie, samt virtuosem Solo von einem Golden Delicious Apfel. | |||
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Calé – Preludio d’Oriente- EdT Sandelholz, Patchouli und Adlerholz entführen in die indischen Tempel eines Maharadschas. | |||
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Calé – Allegro con Brio – EdT Ein unkomplizierter, floraler Duft der sich grünen Noten hingibt und duftet wie ein sorgenfreier Morgen auf einer Sommerwiese. | |||
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Calé – Mistero – EdT Die komplexe und charmante Persönlichkeit eines interessanten Mannes, gefangen und gespiegelt in einem Duft voller interessanter Essenzen. | |||
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Calé – Brezza di Seta – EdT Ein rosiger, pudriger Duft, dessen Silhouette funken schlägt und an eine Frau denken lässt, deren Lachen eine Perlenkette zum reißen bringt… | |||
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Calé – Tepidarium – EdT Alles hinter sich lassen, den Körper von der Sonne küssen und verführen lassen – diese freien und ungebundenen Gefühle durchströmen den Geist, wenn der Duft die Sinne erreicht. |












