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Duft-Marketing und Corporate Scents: Interview mit Firmenduft-Designer Geza Schön
Normalerweise beginnt so ein Interview bei Edle Essenzen ja traditionell erst mal mit einer ausgiebigen Laudatio auf den Interviewpartner; bisherige Verdienste, Meriten und Ruhmestaten in der Parfümeriewelt werden dabei zumeist ausführlich dargestellt, beleuchtet und gewürdigt. Nicht so jedoch beim Vorspann zum Interview mit unserem heutigen Gesprächspartner Geza Schön! Nicht, dass es nicht jede Menge zu erzählen gäbe über ihn und seine Duftschöpfungen; aber kaum etwas wäre wohl unangemessener, als gerade diesen Mann mit ausschweifenden Huldigungen und Lobeshymnen zu behelligen. Er mag der Schöpfer der mit Abstand erfolgreichsten Düfte-Serie bei Essenza Nobile sein – für Geza Schön noch lange kein Grund, abzuheben oder die Erdung zu verlieren. Seine Antworten auf meine (wie immer gewohnt langatmigen) Fragen fallen daher ganz ähnlich aus wie seine beliebten Duftkreationen: Minimalistisch, schnörkellos, direkt… zuweilen etwas launig, und durchweg erfrischend unprätentiös.
Nach dem Grund für den Erfolg seiner Düfte gefragt, hätte wahrscheinlich manch anderer Parfümeur erst einmal tief Luft geholt, um dann zu einem tiefschürfenden Monolog über das Wie und Warum anzusetzen. Bei Geza Schön hingegen klingt die Erklärung so kurz, knapp und simpel wie verblüffend-einleuchtend: „Na, es riecht gut. That´s it!“. Schon von der ersten Antwort an merkt man deutlich: Das ist keine selbstverliebte Künstler-Type, die sich gerne selbst reden hört oder unnötig viel Aufhebens um sich und das eigene Schaffen macht. Viel eher ein „Einfach-nur-Parfümeur“, der einfach nur Düfte machen will – und sich vermutlich fragt, warum man das denn nun auch noch vor aller Welt im Rahmen eines Interviews erklären, kommentieren oder rechtfertigen soll…
Aber bevor das hier am Ende womöglich doch noch unbeabsichtigt und durch die Hintertür zu einer Lobeshymne gerät… beginnen wir doch lieber mal ganz schnell mit dem Interview! Das ich mit Geza Schön übrigens nicht in erster Linie in dessen Eigenschaft als Vater der „Escentric Molecules“-Düfte, sondern vor allem aufgrund seiner (allgemein weit weniger bekannten) Tätigkeit als Firmenduft-Designer geführt habe; es darf also als Ergänzung zu meinem kürzlich veröffentlichten Themenartikel zu Duft-Marketing und Corporate Scents verstanden werden. Doch keine Sorge, liebe „Escentric Molecules“-Fans: Die molekularen Kult- und Wunderdüfte kommen in dem Interview selbstverständlich ebenfalls zur Sprache – wie könnte es auch anders sein?
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Edle Essenzen: Wenn man den Duft von Weihrauch riecht, muss man fast unwillkürlich an Kirche, an einen katholischen Gottesdienst denken. Ist das womöglich ein gutes Beispiel für ein klassisches, besonders gelungenes Corporate-Scent-Konzept?
Geza Schön: Na, für ´ne Kirche auf jeden Fall…
Edle Essenzen: Bekannt ist etwa Ihre Firmenduft-Komposition „Air“ für Messestände der Automarke BMW. Für welche anderen Firmen haben Sie schon eigene Düfte entworfen? Dürfen sie darüber überhaupt offen reden, oder unterliegt es einer gewissen Geheimhaltung und Diskretion, welche Unternehmen die Macht der Düfte für Marketingzwecke einsetzen?
Geza Schön: Leider letzteres.
Edle Essenzen: Im Duft-Marketing werden oft sehr feine Duftmengen verwendet, die an der Grenze der Wahrnehmungsschwelle liegen – also gar nicht bewusst wahrgenommen werden, aber gleichwohl eine emotionale Wirkung entfalten können. Womit auch das Kaufverhalten beeinflusst werden kann; Untersuchungen zeigen zum Beispiel eine deutlich erhöhte Kaufbereitschaft und längere Verweildauer von Kunden in Ladengeschäften, die mit Raumbeduftung arbeiten. Der Vorwurf unlauterer „Manipulation“ wurde in diesem Zusammenhang schon gelegentlich geäußert. Was entgegnen Sie solcher Kritik? Haben Sie für derartige Bedenken Verständnis?
Die Düfteschmiede: biehl. parfumkunstwerke – Freiraum für Künstlerseelen…
Freundinnen und Freunde des gepflegten Massenparfums und von Fließband-Düften sind hier definitiv an der falschen Adresse: „Klasse statt Masse“ lautet vielmehr das unausgesprochene Motto von Thorsten Biehl. In seiner „olfaktorischen Galerie“ vereinigt Biehl – ein Duftexperte von internationalem Ruf, der auf nun schon über 20 Jahre Erfahrung in der Parfumindustrie zurück blickt – eine interessante Auswahl der weltweit besten Duftentwickler und Nachwuchsparfumeure. Unter dem Dach der 2007 gegründeten biehl. parfumkunstwerke mit Sitz in Berlin versammelt sich so ein künstlerisches und kreatives Potenzial, das in dieser gebündelten Form wohl kaum irgendwo anders in der Parfumbranche anzutreffen ist. Mit Mark Buxton, Geza Schön, Arturetto Landi, Egon Oelkers, Patricia Choux und Henning Biehl kreieren sechs Top-Parfumeure aus fünf verschiedenen Nationen für biehl. parfumkunstwerke ihre Luxusdüfte – ohne dabei Rücksicht auf kommerzielle Aspekte wie Marktforschung, Marketing oder maximalen Gewinn nehmen zu müssen.
Biehls freigeistig-unkonventionelle Düftewerkstatt bietet damit den Parfumeuren einen beachtlichen kreativen Spiel- und Freiraum, der Kunstwerke von außergewöhnlicher Qualität entstehen lässt; hochwertige, außergewöhnliche Düfte, die nur in handverlesenen Parfumerien deutscher Großstädte und internationaler Metropolen zu haben sind, die besonderen Wert auf exklusive Produkte und persönliche Beratung legen. Exklusivität und Qualität ist dabei alles für Markengründer Thorsten Biehl: „Deshalb arbeiten wir auch ausschließlich mit erlesenen Vertriebspartnern zusammen und stellen unsere bisher 14 Parfums nur in begrenzter Auflage her“.
Die biehl. parfumkunstwerke sind von einem geradezu wohltuend schnörkellosen Minimalismus und puristischen Charme umgeben – angefangen bei den gänzlich unprätentiösen Parfumnamen, die aus den bloßen Initialen des jeweils verantwortlich zeichnenden Parfumeurs und einer Nummer seines Werkes bestehen, bis hin zu den einheitlich in „edel-schlicht“ gehaltenen, transparenten Glasflakons, auf denen lediglich das Markenlogo und der Name des Duftes zu sehen ist, bringt schon das bloße Äußere der biehl. parfumkunstwerke das verinnerlichte Credo von Thorsten Biehl zum Ausdruck: „Für mich steht immer das Werk und sein Künstler im Mittelpunkt“. Will heißen: Nichts soll ablenken von den Kunstwerken, um die es eigentlich geht, und die ganz im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen sollen – nämlich den Düften! Düfte, die dem Träger ganz neue Möglichkeiten seiner persönlichen Darstellung ermöglichen und den entscheidenden Hauch an Exklusivität, Nonkonformität und Individualität in sich tragen…

al03: Der neueste Geniestreich von Arturetto Landi, der unter dem freigeistigen Dach der Biehlschen Düfteschmiede entstand...
Wir beginnen den Biehl´schen Düftereigen an diesem hochsommerlich warmen Wochenende mit den Parfum-Kunstwerken von Egon Oelkers und Arturetto Landi – darunter übrigens auch die beiden speziell für den Sommer passenden Eaux de Parfum al01 und eo03. Mit dabei ist aber auch die aktuellste Neuerscheinung aus dem Hause Biehl, die erst vor wenigen Tagen lanciert wurde: al03 von Arturetto Landi – ein opulent komponierter, markanter, kantig-kultivierter Herrenduft mit einem strahlenden, kühl-erfrischenden Auftakt, der in ein herb-würziges Herz von raffinierter Blumigkeit überfließt, und schließlich mit einer warmen, geheimnisumwitterten Leder-Holz-Moos-Kombination ausklingt. Große Oper für die Nase!
P.S.: Weitere duftende Meisterwerke aus der olfaktorischen Feder von Mark Buxton, Geza Schön, Patricia Choux und Henning Biehl werden in unserem Shop bereits im Laufe der kommenden Woche folgen! Lassen Sie sich überraschen…


