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Anti-Aging-Wunder mit Pinsel und Farbe: Jungbrunnen in der Kunst – Teil 2

Jungbrunnen_WochenDreiteilige Serie. Heute: Ein Jungbrunnen im prunkvollen Festsaal eines mittelalterlichen Schlosses in Italien – und auf einer Schweizer Banknote…

Nachdem ich im ersten Teil dieser Serie das Gemälde „Der Jungbrunnen“ von Lucas Cranach aus dem Jahr 1546 näher vorgestellt habe, reisen wir nun noch einmal ein gutes weiteres Jahrhundert auf der Zeitachse zurück – und landen prompt im „Sala Baronale“, dem Festsaal des Castello della Manta, eines mittelalterlichen Schlosses im italienischen Piemont. Wir schreiben ungefähr das Jahr 1440 – ein Maler verziert gerade im Auftrag des Schlossherren Valerano den festlichen Saal mit einem farbenfrohen Fresko. Das zentrale Motiv ist deutlich zu erkennen: ein Jungbrunnen! Doch Name und Gesicht des Künstlers bleiben für uns im Verborgenen. Er ist heute lediglich als „Maestro della Manta“ bekannt; ähnlich wie um den Verfasser des Nibelungenliedes ranken sich auch um die Person des Erschaffers dieses Jungbrunnen-Gemäldes Rätsel und Geheimnisse…

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Anti-Aging-Wunder mit Pinsel und Farbe: Jungbrunnen in der Kunst – Teil 1

Jungbrunnen_WochenInspiriert von unserem Interview mit Professor Madeo („Jungbrunnen Spermidin?“) habe ich mich  auf die Suche nach weiteren Aspekten der faszinierenden Thematik „Jungbrunnen“ gemacht. Die mythologische Vorstellung und wundersame Ahnung, dass es wohl irgendwo auf der Welt einen Jungbrunnen geben müsse, der uns ewig-jugendliche Schönheit verleiht, ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst, und beflügelte seit jeher die menschliche Fantasie.

Ganze Expeditionen wurden schon ausgeschickt, um den Brunnen mit dem Anti-Aging-Wunderwasser ausfindig zu machen. So war etwa der spanische Hauptmann Juan Ponce de Léon im Jahr 1513 mit seinen Mannen und Karavellen mehr als sechs Monate  lang unterwegs, auf der Suche nach der Insel Bimini, auf der sich laut Indio-Sagen der Jungbrunnen befinden sollte. Entdeckt hat er das „Wasser des Lebens“ freilich nicht – dafür aber Florida, wo übrigens bis in die heutige Zeit hinein nicht wenige Menschen den Jungbrunnen vermuten.

Wirklich gefunden hat ihn auch bis heute wohl noch niemand – vielleicht einmal von Professor Madeo abgesehen, der genau dies aber in unserem Interview mit akademischer Bescheidenheit weit von sich weist. Doch zumindest in einem Bereich kann man ihn bereits heute in vielfältiger Form entdecken, sprudeln sehen und auch (zumindest mit dem Auge) in ihm baden: nämlich in der Kunst, in der Malerei. Hier ist der Jungbrunnen längst Realität, und das schon seit vielen Jahrhunderten. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart beschäftigte die Beauty-Vision schlechthin zahllose Künstler, und inspirierte sie zu kühnen Fantasien in Farbe, auf Leinwand, Papier oder Stein. Wer hätte es gedacht: Sogar bis auf ein modernes Zahlungsmittel, eine offizielle Banknote, hat es der Jungbrunnen bereits als Motiv geschafft! (…doch dazu im zweiten Teil dieser Serie noch mehr).

Ich habe im Rahmen einer kleinen, dreiteiligen Serie aus mehr als einem halben Jahrtausend einige mir besonders interessant erscheinende Beispiele für Jungbrunnen-Utopien in der Malerei zusammengetragen, die vor allem eines zeigen: der Jungbrunnen lebt – man muss nur genau genug hinschauen…
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