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30 Jahre Annick Goutal: „Joyeux anniversaire!“

Annick Goutal - 30. GeburtstagBeim Stöbern in der Neuheiten-Sektion unseres Shops ist es wohl kaum noch zu übersehen: Annick Goutal hat Geburtstag! So ziemlich genau 30 Jahre ist es nun her, dass die erste Parfum-Boutique von Annick Goutal in der Rue de Bellechasse im Pariser Stadtteil Saint-Germain eröffnet wurde. Seither haben etliche wunderschöne und exquisite Duft-Kreationen von Isabelle Doyen, Annick Goutal und ihrer Tocher Camille die Welt der Haute Parfumerie bereichert und verzaubert…

30 Jahre – normalerweise wird zu einem solchen Anlass ja der Jubilar mit Geschenken überhäuft; im Falle von Annick Goutal hat man aber eher das Gefühl, dass das Geburtstagskind selbst mit Präsenten nur so um sich wirft! Jedenfalls gibt es pünktlich zum „30 Ans“-Markenjubiläum eine ganze Reihe von Neuheiten, mit denen die Welt der feinen Düfte beschenkt wird und die gewiss einem jeden Annick-Goutal-Fan das Herz ein paar Zentimeter höher schlagen lassen werden…

Annick Goutals Allzeit-Klassiker „Eau d´Hadrien“ im „30 Ans“-Jubiläumsflakon

Annick Goutal - Eau d´Hadrien "30 Ans"

Annick Goutal - Eau d´Hadrien "30 Ans"

Da wäre zum einen die von Camille Goutal erstmals in unserem Interview im März angekündigte Sonderedition des Goutal-Klassikers Eau d´Hadrien. Der Unisex-Duft nimmt innerhalb des Parfum-Sortiments von Annick Goutal eine besonders herausragende Stellung ein; zahlreichen Film- und Popstars wie etwa Tom Cruise, Leonardo di Caprio, Madonna, Céline Dion, Catherine Deneuve, Tina Turner oder Sharon Stone wird eine Schwäche für den zitrisch-mediterranen Ausnahme-Duft nachgesagt. 2008 erhielt der Duft den „Parfümeriebranchen-Oscar“ FiFi Award und wurde von den Juroren der Fragrance Foundation offiziell in die Fragrance Hall of Fame aufgenommen.

Zudem stammt er auch noch aus der Gründungszeit des Unternehmens Annick Goutal, gehört also zu den Parfum-Grundsteinen der Marke – schon deshalb verwundert es kaum, dass nun gerade von diesem Duft eine limitierte „30 Ans“-Jubiläumsausgabe erscheint. Und was für eine schöne! Der Parfumflakon wurde eigens für den Geburtstag von der traditionsreichen Pariser Juwelierfirma Arthus-Bertrand feierlich eingekleidet, und zwar mit einem schmückenden Festtagsgewand aus fünf wunderhübsch gravierten, golden glänzenden Miniatur-Medaillons – sie zeigen u.a. das Marken-Emblem und zwei kleine stilisierte Schmetterlinge, die so etwas wie das „Wappentier“ von Annick Goutal sind…

„Mon Parfum Chéri, par Camille“ – eine Hommage an Annick Goutal

Annick Goutal - Mon Parfum Chérie, par Camille

Annick Goutal - Mon Parfum Chérie

Gleichfalls in unserem im Frühjahr geführten Interview machte Camille Goutal auch eine geheimnisvolle Andeutung zu einem neuen Duft: „Wir werden im September einen neuen Duft herausbringen, ein feminines, sehr spezielles Parfum“, orakelte sie damals; alles weitere jedoch sei noch streng „geheim“. Nun, jetzt nicht mehr: Mon Parfum Chéri, par Camille heißt das süße Geburtstags-Geheimnis, zu dem wir Camille Goutal noch vor etwa einem halben Jahr kaum mehr als einen beiläufigen Satz entlocken konnten. Dafür wissen wir mittlerweile umso mehr über die neueste Duftkreation aus dem Hause Annick Goutal, die gerade rechtzeitig zur großen, rauschenden 30-Jahre-Party erscheint:

  • Es handelt sich dabei um einen würzigen und intensiven Chypre-Duft, dem indonesischer Patchouli seine besondere Tiefe und geheimnisvolle Aura verleiht… in dem Pflaumennoten für einen fruchtigen Akzent sorgen, während Gewürze eine magisch-hypnotisierende Wirkung, und Heliotrop und italienische Iris einen subtil pudrigen Zauber entfalten…
  • Der Duft ist eine Hommage an die Weiblichkeit, besonders aber an die Markengründerin Annick Goutal, die ihrer Tochter Camille mit Petite Chérie einst selbst ein eigenes Parfum gewidmet hat. „Mon Parfum Chéri, par Camille“ ist inspiriert von einem kleinen Cremeparfum aus dem früheren Besitz der französischen Schriftstellerin, Varietékünstlerin und Journalistin Colette, das Annick Goutal dereinst geschenkt bekam. Ihre Tochter Camille fand diesen Duft nach all den Jahrzehnten nahezu unverändert vor. In der Duftbeschreibung heißt es hierzu:

„(…) ein zeitloser holziger Duft, der Jahrzehnte überdauert hat, ohne auch nur einen Tag älter zu werden. Fasziniert von diesem ungewöhnlichen Duft schwelgte Camille in Kindheitserinnerungen an 40er Jahre Hollywoodfilme. Verführerischer Satin. Feine Spitze. Schauspielerinnen mit eleganten Handschuhen und karminroten Lippen. Und vor ihren Augen das Bild ihrer Mutter, die sich zum Ausgehen fertigmachte“…

  • Der Flakon weist die klassische Form der Damenduft-Fläschchen von Annick Goutal auf, jedoch mit einigen charakteristischen Details: Der duftende Nektar im Inneren schimmert in verführerischem Rot durch das klare Glas hindurch; eine schwarze Tüllschleife mit Satin-Streifen setzt optisch einen interessanten Kontrapunkt, der – zusammen mit der in mysteriösem Schwarz gehaltenen  Umverpackung mit ihren goldfarbenen Verzierungen – die geheimnisvolle Seite des Parfums visuell unterstreicht und widerspiegelt.

  • Annick-Goutal-Düfte sind besonders dafür bekannt, dass sich einige von ihnen untereinander gut layern lassen, also miteinander kombinierbar sind und übereinander getragen werden können. Und so gibt es auch zu „Mon Parfum Chéri, par Camille“ drei Duftempfehlungen für auf- und anregende Layering-Experimente: Wer etwa die blumige Seite des Duftes betonen und ihm zugleich noch mehr Intensität verleihen möchte, kann dies einmal mit Grand Amour ausprobieren. Ambre Fétiche hingegen verleiht „Mon Parfum Chéri, par Camille“ eine besonders warme Ausstrahlung, während Musc Nomade das Parfum weicher erscheinen lässt.

  • Mon Parfum Chéri, par Camille wird voraussichtlich ab ca. der zweiten oder dritten Oktoberwoche als Eau de Toilette (50 und 100 ml) und Eau de Parfum (100 ml) erhältlich sein, und kann bereits jetzt vorbestellt werden.

Goldene Geschenke…

Annick Goutal - Geschenkset "Petite Chérie"

Annick Goutal - Geschenkset "Petite Chérie"

Doch damit ist der Geburtstags-Gabentisch noch längst nicht voll: Hinzu gesellen sich in diesem Herbst weitere Neuerscheinungen von Annick Goutal. Zu benennen sind hier – neben einem limitierten „Sortiment 2011“ aus der Raumdüfte-Abteilung (mit dem als „Weihnachts-Duft“ bekannten Duft Noël) – insbesondere zwei wunderschöne, golden schimmernde Geschenksets mit je 50 ml Eau de Toilette und einer parfümierten Körpercreme – jeweils mit dem Duft „Petite Chérie“, oder wiederum mit dem famosen Annick-Goutal-Allzeitklassiker „Eau d’Hadrien“.

… und kostbare Schätze

Und wem das nun noch immer nicht genug war, bekommt mit diesem luxuriösen Mini-Köfferchen noch eine ganz besondere Dreingabe:

Annick Goutal - Mini Boule Coffret

Annick Goutal - Mini Boule Coffret

Mini Boule Coffret nennt sich das kostbare, in edlem Schwarz gehaltene Stück, in dem fünf Miniatur-Ausgaben von Annick Goutals kultig-legendären „Butterfly Boules“ ein samtweiches Bett gefunden haben – die jeweils 10 ml der folgenden duftenden Köstlichkeiten enthalten: Eau d‘Hadrien (EdP), Petite Chérie (EdP), Quel Amour! (EdP), Mandragore (EdP) und Un Matin d‘Orage (EdT).

Bei so viel Schönem, das so ein 30-jähriges Jubiläum offenkundig hervorzubringen vermag, wünscht man sich ja schon fast heimlich den nächsten „runden“ Geburtstag von Annick Goutal herbei. Doch bis es (in zehn Jahren…) wieder so weit ist, senden wir von Essenza Nobile ganz herzliche Geburtstagsgrüße über Rhein, Maas, Argonnen und Marne hinüber nach Paris, und sagen:

JOYEUX ANNIVERSAIRE

ANNICK GOUTAL!

Annick Goutal - 30 Jahre

ANNICK GOUTAL: Ein Interview-Rendezvous mit Camille Goutal und Isabelle Doyen

Isabelle Doyen und Camille Goutal - © Antoine de Parseval

Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass in Deutschlands Edel-Parfümerien „Le Mimosa“, der neueste Duft aus dem Hause Annick Goutal, feierlich Einzug hielt. Für mich ein willkommener aktueller Anlass, um ein bereits seit längerer Zeit gehegtes Interview-Vorhaben endlich zu realisieren: Spätestens seit dem Erscheinen von Ninfeo mio stehen die beiden kreativen Köpfe des Hauses Annick Goutal, Isabelle Doyen und Camille Goutal, ganz oben auf meiner meterlangen „Interview-Wunschliste“…

Isabelle Doyen, Annick Goutals langjährige Hausparfumeurin, und Camille Goutal, die Tochter der legendären, 1999 verstorbenen Firmengründerin, sind ein derart gut eingespieltes Team und geradezu untrennbar wirkendes Gespann, dass es mir nachgerade unmöglich erschien, nur mit einer der beiden Damen ein Interview zu führen. Was lag also näher, als ein Rendezvous zu dritt zu arrangieren? Gedacht, getan… kurzerhand verabredete ich mich also Anfang März mit beiden – und schon wenige Tage später fand ich mich wieder in einem Gespräch mit zwei ausgesprochen sympathischen, lebensfrohen und gut aufgelegten Ikonen der modernen, noblen Parfümeriewelt Frankreichs…

Edle Essenzen: Bonjour, Camille und Isabelle! Heute wollen wir ein wenig über Ihre brandaktuelle Duftkreation „Le Mimosa“ sprechen. Wann und wie ist die Idee zu „Le Mimosa“ eigentlich entstanden?

Isabelle Doyen: Nun, wir begannen ungefähr vor 1 ½ Jahren, daran zu arbeiten – aber zusammen mit Camilles Mutter Annick habe ich mich bereits vor langer, langer Zeit mit der Mimose beschäftigt, da wir diese Blume liebten! Wir hatten damals bereits so einige Ideen, aber diese waren seinerzeit noch sehr im Anfangsstadium… doch dann – mit Camille, vor 1 ½ Jahren – beschlossen wir, die Arbeit daran fortzusetzen, um die Idee von Le Mimosa zu vollenden.

Edle Essenzen: Im Deutschen steht der Name der Mimose auch symbolisch für eine besondere Empfindlichkeit, Sensibilität, Zerbrechlichkeit. Was ist für Sie das Spezielle, das Einzigartige an der Mimose, so dass Sie ihr ein eigenes Parfum gewidmet haben?

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An interview rendezvous with Camille Goutal and Isabelle Doyen (English version)

Isabelle Doyen and Camille Goutal - © Antoine de Parseval

Only two weeks ago „Le Mimosa“, the new fragrance by Annick Goutal, has been launched in Germany. This was a really welcome occasion and opportunity for me to realize a long-cherished plan: to conduct an interview with Isabelle Doyen and Camille Goutal, who both are on the very top of my mile-long „interview wish list“, at least since the launch of „Ninfeo mio“.

Isabelle Doyen, Annick Goutal´s longtime in-house perfumer, and Camille Goutal, the daughter of the legendary company founder deceased in 1999, are such a well attuned and seemingly inseparable team that it seemed to me almost impossible to have an interview only with one of these two highly creative minds. So I spontaneously decided to arrange a date with both ladies – and recently had the pleasure of having a great „interview rendezvous“ with those two very winsome and cheerful icons of the modern, upscale perfumery world of France…

Essenza Nobile: Bonjour, Camille and Isabelle! Today we want to talk a little bit about your brand-new fragrance creation „Le Mimosa“! When and how did the idea for „Le Mimosa“ come up?

Isabelle Doyen: Well, we began to work on it about 1 ½ years ago – but with Camille´s mother Annick, we thought about the Mimosa long long time ago, because we loved that flower. We had some ideas back then, but it was only the very beginning … and then, with Camille, 1 ½ years ago, we decided that we would work on it again to make it and to finish the idea of „Le Mimosa“.

Essenza Nobile: In German, the name of the mimosa is also a symbol for sensitivity and fragility. What do you think is so unique and special about the mimosa, so that you have decided to dedicate an own perfume to that flower?

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Von Mimosenduft bis Hochzeits-Bouquet: Unser Kristallkugel-Blick – so duftet das Frühjahr 2011!

Können manche Menschen in die Zukunft schauen? In der Welt der seriösen Wissenschaft tobt dieser Tage tatsächlich ein ernsthafter Gelehrten-Streit über genau diese Frage; Anlass ist eine jüngst erschienene, Aufsehen erregende Studie über Hellseherei. Da möchte auch ich mich nun nicht unnötig zurückhalten, und leiste hiermit meinen ganz persönlichen Beitrag zum Thema: Erst kürzlich habe ich nämlich einen tiefen Blick in die hauseigene Kristallkugel von Essenza Nobile gewagt – und vermag nunmehr ein himmlisch duftendes Frühjahr mit besonders schönen Blumen- und Blütendüften vorauszusagen! Aber auch kristallene Maiglöckchen, Hochzeits- und Mondschein-Parfums habe ich bei meinem Blick in die nähere Düfte-Zukunft gesehen; doch alles der Reihe nach…

Annick Goutal - Le Mimosa

Das Duft-Frühjahr wird – so viel ist bereits jetzt absehbar – ganz im Zeichen einer Blume stehen: der Mimose. Mit “Le Mimosa” und fröhlich-sonnengelben Farben läutet Annick Goutal den Frühling ein. Camille Goutal und Isabelle Doyen haben damit ein bereits lang gehegtes Vorhaben umgesetzt, und rücken den sanften und pudrigen Duft der zerbrechlich wirkenden Blume mit einem Mimosen-Absolue aus dem französischen Parfümerie-Mekka Grasse (woher auch sonst?) mit einer subtilen grünen Note in den Mittelpunkt dieses Frühjahrs. Garniert, ergänzt und begleitet wird die zarte Wunderblume, die in dem Duft eine überraschende Lebendigkeit und Fröhlichkeit offenbart, von sonnenverwöhnten Pfirsichen, einer leckeren Anisnote, pudriger Florentiner Schwertlilie – und im Fond schließlich von weißem Moschus und Sandelholz… glaubt man der Kristallkugel, so darf bis Ende März mit dem Mimosen-Duft in Form zweier EdT-Größen (50 und 100 ml) gerechnet werden.

Lalique - Fleur de Cristal

Etwas früher schon in diesem Frühjahr betritt ein weiterer Blumenduft die Szene – ein Kristall-Blumenduft, um ganz genau zu sein: Fleur de Cristal von Lalique nämlich! Anlässlich des 150. Geburtstages von René Lalique im vergangenen Jahr kreierte Lalique Parfums eine einzigartige Hommage an dessen Lebenswerk, das vor allem von zwei Quellen inspiriert worden war: der Natur und den Frauen. Fleur de Cristal ist gleichsam eine Ode an die Frau und die Natur; Parfumeur Raphaël Haury hat aus so erlesenen Duftzutaten wie kalabrischer Bergamotte, rosa Pfefferbeeren, arabischem Jasmin, Maiglöckchen, Stephanotis, Moschus, Cashmeran und australischem Sandelholz eine herrlich duftende Melange erschaffen, die (wie könnte es bei Lalique auch anders sein?) allenfalls von dem luxuriösen Gefäß, in dem sie aufbewahrt wird, noch übertroffen wird: Ein ausgesprochen modern gestalteter Flakon, in den Maiglöckchen-Motive aufwändig und sehr sorgfältig eingearbeitet wurden, und der mit wunderbarer, fast atemberaubender Reinheit und Transparenz begeistert. Ergänzt wird die Linie mit einer duftenden Körpercreme (200 ml) und einer signierten und nummerierten Auflage kostbarer, mundgeblasener Kristallflakons, deren tropfenförmiger Verschluss jeweils mit Maiglöckchenzweigen verziert ist… es wird wohl Ende Februar, vielleicht auch Anfang März werden, bis diese einzigartigen kristallenen Kostbarkeiten bei uns eintreffen werden.

Etwa zur gleichen Zeit sind auch einige Neuheiten aus dem legendären arabischen Edeldüfte-Haus Amouage zu erwarten. Leider zwar kein neuer Duft, aber von dem Amouage-Klassiker Reflection wird es einige neue Varianten und Größen geben, die da wären:

  • Reflection Woman – EdP Travelspray, 4 x 10 ml
  • Reflection Woman – EdP 100 ml
  • Reflection Man – EdP 100 ml

Außerdem dürfen sich Liebhaberinnen des Damenduftes Dia auf eine 50 ml Extrait-Version von Dia Woman freuen… spätestens im März dürfte es so weit sein!

Bereits im darauffolgenden Frühlingsmonat, am 29. April 2011, wird das Medienereignis des Frühlings stattfinden: Prinz William und Catherine Middleton geben sich in der Londoner Westminster Abbey das Jawort. Um das vorauszusagen, bedarf es freilich keiner Kristallkugel oder seherischer Fähigkeiten – ein kurzer Blick in die Presse genügt…

Die glamouröse Königshaus-Hochzeit hat in Großbritannien einen derart hohen Stellenwert, dass der britische Premierminister David Cameron den 29. April 2011 sogar kurzerhand zum schul- und arbeitsfreien Feiertag ausgerufen hat. Sogar die Pubs von London dürfen am Hochzeitstag länger öffnen. Da verwundert es nicht weiter, dass in unserer Kristallkugel auch eine Duftkreation zu sehen ist, die genau diesem überragenden Ereignis gewidmet ist; und welches andere Parfumhaus als Floris, der traditionsreiche Hoflieferant des englischen Königshauses (bereits seit 1820), wäre für die Erschaffung einer solchen königlichen Hochzeits-Kreation prädestiniert? “Ein Duft wie ein Brautstrauß” soll es sein – so jubiliert und frohlockt unsere Kristallkugel bereits jetzt: Maiglöckchen, Jasmin und Orangenblüten, umrahmt von so herrlich duftenden Trauzeugen und gern gesehenen Hochzeitsgästen wie Bergamotte und Limone (in der Kopfnote), Stephanotis (im Herzen) oder Moschus und Sandelholz (in der Basisnote). Der royale Themenduft wird – ganz dem freudigen, feierlichen Anlass entsprechend – “Wedding Bouquet” heißen, und soll in einer deutschlandweit auf 750 Flakons limitierten Auflage (100 ml, Eau de Parfum) etwa einen Monat vor der Hochzeit von Prinz William und Catherine Middleton erscheinen…

Natürlich war das nur eine erste Kostprobe, und noch längst nicht alles, was unsere Kristallkugel für dieses Frühjahr an Duftneuheiten hergibt! Aber ich möchte ja auch noch nicht alles verraten. Es bleibt also – trotz Kristallkugel und untrüglichem Zukunftsblick – spannend! Lassen Sie sich überraschen, was dieses Frühjahr noch so alles an duftenden Schätzen und olfaktorischen Delikatessen für uns bereit hält…

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Annick Goutals Les Roses 2010: In Rosenduft schwelgen – und Gutes tun…

Die neue Rosen-Serie verbindet romantisch-prickelndes Duftvergnügen mit einem ernsten Anliegen: Fünf Euro je Rosenduft gehen an den Kampf gegen Brustkrebs – eine Krankheit, der Annick Goutal 1999 erlag.

Annick Goutal - Rose so chic!

Annick Goutal liebte Rosen über alles. Rosen waren im Alltag ihr ständiger Begleiter, sei es in Form geheimer Teerezepte, Kosmetika oder als Badezusatz – Annick Goutal maß der Rose bedeutende Vorzüge für Körper, Geist und Seele bei. Ihrer erklärten Lieblingsblume ist nun eine Kollektion von drei Düften („Les Roses 2010“) gewidmet worden, die in dieser Woche erschienen ist: zwei leichte Interpretationen der beiden bereits bekannten, klassischen Goutal-Rosendüfte Quel Amour! und Rose Absolue, und das ganz neue, charmant-frische Eau Parfumée Rose Splendide. Eine erste Vorstellung davon, was uns da erwartet, vermittelt unsere Duftbeschreibung zu Rose Splendide. Dort heißt es u.a. rosig-frohlockend:

„Stellen Sie sich einen Morgenspaziergang durch einen üppigen Rosengarten vor… die ersten Strahlen der Sonne schimmern durch die taubenetzten Rosenzweige, und der zarte Duft tausender Rosenblüten vermengt sich mit herzhaft frischer Morgenluft…“

Auch der beschreibende Text zur vierten im (Rosen-)Bunde, eine Duftkerze (“La Rose“), verheißt viel Gutes:

„Diese rosa schimmernde Duftkerze verströmt den zarten, betörenden Duft von Annick Goutals Lieblingsblume… einmal angezündet, könnte man fast meinen, ein großer Strauß echter Rosen stehe auf dem Tisch – oder man spaziere durch einen blühenden Rosengarten! Der weiche, raffinierte Duft der Rosenkerze vereint in sich die vielen, mannigfaltigen Facetten der Rose: ihre Frische, ihre Weiblichkeit und Zartheit ebenso wie ihre Üppigkeit und ihre sagenhafte Verführungskraft…“

In der Beschreibung zu „Quel Amour!“ wiederum wird verraten, wie der erstmals 2002 erschienene, nun wieder neu interpretierte Pfingstrosenduft entstand:

„Als Camille Goutal eines Tages von einer Australien-Reise zurückkehrte, empfing sie ein prachtvoller Teppich aus Pfingstrosen, der von der Straße zu ihrem – ebenfalls über und über mit Pfingstrosen geschmückten – Apartment führte. Mit dieser zauberhaften Überraschung hieß sie ihr Lebensgefährte zu Hause in Paris willkommen…“

Angesichts solcher fast schon märchenhafter Rosen-Visionen fällt es nun nicht eben leicht, einen thematischen Übergang zum Schock-Thema „Brustkrebs“ zu finden. Ein Zusammenhang erschließt sich auch überhaupt nur dann, wenn man weiß, dass Annick Goutal im Jahr 1999 an den Folgen von Brustkrebs verstarb. Eben dies hat das Parfumhaus Annick Goutal dazu bewogen, die Duftkollektion „Les Roses 2010“ in den Dienst einer guten Sache zu stellen, und die Organisation AVEC (Association pour la Vie, Espoir contre le Cancer – Verein für das Leben, Hoffnung gegen den Krebs) im Kampf gegen Brustkrebs zu unterstützen – mit fünf Euro für jeden bis zum 31. Oktober verkauften Duft der aktuellen Rosen-Kollektion.

Das Thema Brustkrebs ist Annick Goutals Tochter Camille ein Herzensanliegen – denn die Krankheit ist ein regelrechter Fluch, der ihre Familie seit Generationen heimsucht. Ein mutiertes Gen, das für die Krankheit verantwortlich ist, wurde Camille Goutals Mutter ebenso zum tödlichen Verhängnis wie dreien ihrer Schwestern. Und tragischer Weise ist auch Camille selbst Trägerin jenes mutierten Gens, das die Krebserkrankung mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent auslösen kann.

AVEC forscht nun nach neuen Behandlungsmethoden im Kampf gegen den Krebs. Für eine Unterstützung von AVEC hat sich Camille Goutal nicht nur deshalb entschieden, da diese vom ehemals behandelnden Arzt ihrer Mutter, Professor Dr. Khayat geleitet wird – sondern auch, weil sich die Organisation schwerpunktmäßig darum kümmert, wie man mit der Krankheit leben und sich dabei eine positive Lebenseinstellung bewahren kann…

Ninfeo mio: Annick Goutal läutet den Frühling ein!

Annick Goutal - Ninfeo mioIn den Gärten von Ninfa, nicht weit von Rom entfernt, entdeckten Camille Goutal und Isabelle Doyen einen behüteten Garten Eden. Reife Zitrusfrüchte und saftige Feigen erfüllen die Luft über diesem kleinen Paradies, durch das der Fluss Ninfeo fließt…

Ninfeo mio ist ein wunderbar hesperidisch-frischer Zitrusduft mit einer delikaten Verveine-Note, die durch warme und holzige Akkorde betont wird. Italienische Zeder und Verveine verleihen ihm Frische, während Feige dem Duft einen warmen, weichen und sinnlichen Charakter schenkt. Persisches Galbanum-Harz gesellt eine grünblättrige Note hinzu, die von Zitronenbaumholz und italienischer Bigarade (Bitterpomeranze) zu einem einmaligen Dufterlebnis ergänzt wird, das wie geschaffen ist, den Frühling einzuläuten!

Ninfeo mio ist nicht nur als Eau de Toilette für Damen und Herren erhältlich – obendrein gibt es mit Sous le Figuier auch eine neue Annick-Goutal-Duftkerze, mit der das olfaktorische Feigen- und Zedernthema von Ninfeo mio erneut aufgegriffen wird, vorzüglich ergänzt mit leckeren Pfirsich-, Veilchenblätter- und Minzenoten.

Übrigens – hier noch ein kleiner, feiner Ninfeo-mio-Geheimtipp, ganz unter uns: Ninfeo mio lässt sich hervorragend kombinieren und layern (näheres hierzu im Artikel „Duft-Layering“ von Sjörn Plitzko) mit drei anderen Annick-Goutal-Düften, die jeweils typische Duftfacetten und Charaktereigenschaften von Ninfeo mio besonders betonen; zusammen mit Eau d´Hadrian kommen die enthaltenen Zitrusnoten verstärkt zur Geltung, mit Les Nuits d´Hadrian werden die warmen Noten sehr angenehm unterstrichen, und in Verbindung mit Eau de Sud erhalten die grünen und zitrischen Noten von Ninfeo mio eine besonders starke, intensive und unvergleichliche Präsenz…

Durch´s Schlüsselloch geschaut: So schön wird das Duft- und Pflege-Frühjahr 2010!

Schlüsselloch - Duft- und Pflege-Frühjahr 2010Von Rose bis Oud, von Verveine bis Petitgrain, von Les Yeux Pressé  bis Nutri Supréme: eine Vorschau.

In unserem Neujahr-Newsletter hatten wir für dieses Jahr ein Feuerwerk neuer Düfte versprochen. Nun möchte ich schon mal einen ersten Blick in die (nahe) Zukunft wagen – denn bereits in diesem Frühjahr werden wir ein paar Duft-Raketen zünden, die es fürwahr in sich haben! Wie ein herannahendes Gewitter, das sich mit verheißungsvollem Wetterleuchten und zuckenden Blitzen am Horizont ankündigt, geben diese Düfte einen ersten Vorgeschmack darauf, was uns in diesem Jahr so alles erwartet…

Kilian - Rose Oud

Kilian - Rose Oud

Bei Kilian geht es in diesem Jahr da weiter, wo es im vergangenen Jahr aufgehört hat: das Kilian-Thema dieses Frühjahrs ist einmal mehr Oud – diesmal aber mit einer eher „weiblichen“ Interpretation von Parfumeurin Calice Becker, die dem Oud die Duftfarben der Blütenblätter erlesener türkischer Rosen zur Seite gestellt hat. „Rose Oud“ wird die Schwester von Pure Oud heißen, die voraussichtlich bereits Anfang April im Rahmen der Kollektion „Arabian Nights“ bei uns das Licht der Welt erblicken wird. Wir sind schon äußerst gespannt, was uns da erwartet!

Freunde der Kilian-Düfte dürfen sich auf dieses Frühjahr übrigens gleich doppelt freuen: Denn mit dem „Kilian Discovery Set“ wird es auch erstmals ein Set geben, das es Damen wie Herren ermöglicht, die gesamte Kollektion “L’Oeuvre Noire” auf einmal kennenzulernen – oder auch wiederzuentdecken. Acht Luxusphiolen mitsamt einem kleinen Zerstäuber werden für ein großes Wiedersehen (oder, besser: Wiederschnuppern) mit den L’Oeuvre Noire-Düften sorgen – oder aber  für ein erstes, unkompliziertes Kennenlernen zum Kilian-Entdecker-Preis (…man munkelt von einem Preis von unter 100 Euro für die acht Kilian-Düfte im Set).

Kilian - Discovery-Set

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Kreativ duften: Layering

Die Kunst des Layerings

Ein aktueller Trend welcher häufig in unserer Parfümerie nachgefragt wird, nennt sich Layering – zu deutsch: Schichtung, beziehungsweise sinngemäß: Überlagerung. Damit ist das Überlagern mehrerer Parfums gemeint, wodurch – mal mehr, mal weniger gut riechende -  neue Eigenkreationen entstehen. Diese Technik gibt dem Parfumliebhaber die Möglichkeit mit dem entstehenden einzigartigen Duft, die eigenen olfaktorische Präsenz zu indiviualisieren. Es muss jedoch beachtet werden, dass wirklich nicht jedes Parfum beliebig kombiniert werden kann.

Eine prinzipielle Frage die gestellt werden muss, ist wohl auch ob nicht jeder Duft für sich schon so einzigartig ist, so dass er gar nicht  kombiniert werden sollte. Schließlich steht hinter den meisten Kreationen auch ein künstlerischer, wenn nicht sogar metaphorisch-poetischer Gedanke.

Allerdings gibt es auch Häuser die den Grundgedanken des Layerings schon während der Entwicklung ihrer Duftlinien bedenken und fördern. Allen voran ist an dieser Stelle Etro zu nennen, deren Düfte beliebig miteinander / aufeinander verwendet werden können und somit auch einen spielerischen und kreativen Umgang ermöglichen.

Außergewöhnliche Düfte, die für sich schon sehr aussagekräftig & einzigartig sind, sollten – meiner Meinung nach – nicht gelayert werden. Beispielsweise einen Nasomatto zu kreuzen oder das fabelhafte For Her von Narciso Rodriguez, wäre für mich persönlich nicht denkbar.
Nach Aussagen Dritter ist ein Layering mit den neuen Life Threads von La Prairie gut, die Kombination verschiedener Annick Goutal – Düfte (beispielsweise “Petite Cherie” in Kombination mit “Les Nuits d´Hadrien”) soll ebenso erfolgversprechend sein, wie die Arbeit mit dem Alien Parfum.

Es sollte jedoch darauf geachtet werden, das es eine Kombination aus leichten und schweren Düften ist und sie sich in ihren Eigenschaften ergänzen. Der schwere Duft wird zuerst aufgetragen, danach folgt der leichtere zum harmonisieren. Die Düfte müssen nicht zwangsweise an der gleichen Körperstelle übereinander gesprüht werden, sondern können bspw. im Dekolleté und im Nacken angewendet werden. Experimentierfreude ist hier gefragt! Und falls es einmal nicht passen sollte, lässt sich der Duft ja mit einer (ungespritzten) Zitronenscheibe wieder neutralisieren.

Viel Spaß beim ausprobieren!

Annick Goutal – Un Matin d’Orage: Feminine, verzaubernde Frische von Zitronen, Magnolien und Jasmin

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Eine einzigartige Duft-Interpretation eines verträumten Gartens nach einem stürmischen Sommergewitter. Eine zarte, extrem feminine und zugleich verzaubernde Frische. Camille Goutal wurde inspiriert durch die frischen und reinen Aromen, entstanden nach einem stürmischen Sommergewitter über einem Japanischen Garten, wenn die sanfte Morgensonne den Boden erwärmt.

Graue Wolken sind sammelt sich am Himmel, aber die ersten Sonnstrahlen dringen bereits durch und bilden einen milden Dunst, der sich von der Regen durchtränken Erde erhebt. Alles ist still. Verhüllt in einem feinen Schleier aus Dunst, Bambus-Bäume erheben sich nach dem Sturm neu und die Kirschblütenbäume strecken ihre Äste aus. Nasses Moos, ein eindringender frischer, reiner Duft verweilt in der Luft. Die Gardenien spielen ein majestätisches Spiel zwischen hell und dunkel.

Feine Regentröpfchen schimmern auf den Knospen, weißen Blüttenblätter beschützen die smaragdfarbenen Blätter und das Licht spielt um die runden, milchigen Blüttenblätter. Eine leichte Brise trägt den Duft von Gardenien, verschleiern den Garten in eine zarte Sinnlichkeit.

Camille Goutal entwickelte einen Duft indem die Zerbrechlichkeit und die Stärke der Gartenblumen widergespiegelt werden. Dieser blumig-würzige Gartenduft entsteht durch die Komposition aus sizilianischer Zitrone, frischen Magnolien und Jasmin-Sambac aus Mysore, Indien, japanischem Shiso-Extrakt (Schwarznessel), indonesischem Champaca und kühlen Gewürzen, die an, mit Regen benetzten, grüne Gartenpflanzen erinnern.

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