Artikel-Schlagworte: „amber“

Starke Frauen, gut bewaffnet: Wildwest-Lady Calamity J. als Inspiration für Romano Ricci

Once upon a time in the West: Wer war jene „Calamity J.“, nach der der aktuelle Duft von Romano Ricci und Juliette has a Gun benannt ist? Eine ungewöhnliche Frauengeschichte aus dem rauhen „Wilden Westen“ von einst, die nunmehr in Form eines wunderbar unkonventionellen Duftes zeitgemäß fortgeschrieben wird…

Calamity Jane

Calamity Jane

Die Wildwest-Legende Martha Jane Cannary, weit besser bekannt als Calamity Jane, ging als wohl bekanntester „weiblicher Cowboy“ in die Geschichte des Wilden Westens ein. 1852 in Missouri als erste von insgesamt sechs Geschwistern geboren, war sie bereits im Teenageralter durch den Tod ihrer Mutter (1866) und ihres Vaters (1867) früh regelrecht gezwungen, auf eigenen Beinen zu stehen und die Rolle der Ernährerin ihrer Familie einzunehmen.

Auf abenteuerlichen Reisen durch den Westen der USA ging sie so illustren und unterschiedlichen Berufen wie Goldgräberin, Postkutschenfahrerin, Krankenschwester, Saloondame, Viehtreiberin oder Armee-Scout nach – viele Tätigkeiten, die seinerzeit allein Männern vorbehalten zu sein schienen. Bis Calamity Jane kam, und alle eines Besseren belehrte…

Calamity Jane mit Pferd

Calamity Jane mit Pferd

Ihr ungewöhnlicher Lebenswandel brachte auch einen Lebensstil mit sich, der insbesondere in der damaligen Zeit als vermeintliches Vorrecht der Männer galt. Calamity Jane kümmerte das nicht: Schießen, Rauchen, Trinken, Tabak kauen, Fluchen – nur einige der betont rustikalen Disziplinen und Fertigkeiten, auf die sich die toughe Revolver-Lady vorzüglich verstand, und in denen sie den meisten Männern in nichts nachstand.

Mit draufgängerischer Leichtigkeit setzte sie sich so über konventionelle Geschlechternormen und –grenzen hinweg; damit war Calamity Jane nicht nur Sinnbild und Inbegriff einer unabhängigen Frau, die so frei war, in einer männlich dominierten Welt ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, und nach eigenen Regeln zu leben – sondern auch geradezu prädestiniert dazu, für den aktuellen Duft von Juliette Has A Gun (postum) Patin zu stehen: Ihr verwegenes Leben war die Inspiration für „Calamity J.“, die nunmehr vierte Parfumkreation von Romano Ricci. Das „J.“ im Parfumnamen steht zugleich auch für die moderne Juliette, die sich nicht scheut, weiblich zu sein und gleichzeitig ihre „maskuline“ Seite zu leben.

Romano Ricci bricht dabei nach allen Regeln der (Parfumeurs-)Kunst mit den gängigen Konventionen, indem er mit „Calamity J.“ den ersten maskulinen Duft präsentiert, der nur für Frauen kreiert wurde – für ein weibliches Spiel der Düfte mit „männlichen“ Untertönen… die breit gefächerte Duftnotenpalette reicht hier von Patchouli und Ambroxan über Iris, Amber und Lavendel bis hin zu Moschus und Vanille. Eine faszinierende, absolut spannende Melange – wie eine zu Duft geronnene Hymne auf eine moderne Weiblichkeit, die alle ihr innewohnenden Facetten lustvoll lebt und selbstbewusst auskostet!

Ein Damenduft mit einem Hauch von "Wildem Westen": Jalamity J. von Juliette has a Gun

Ein Damenduft mit einem Hauch von "Wildem Westen": Jalamity J. von Juliette has a Gun

 “Vergiss nicht“, so schrieb Calamity Jane dereinst in einem Brief an ihre Tochter, „wenn es etwas gibt, was die Welt hasst, so ist es eine Frau, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmert”. Jahrzehnte an durchlebten Höhen und Tiefen, an Lebenserfahrung einer starken Frau sprachen aus diesem Satz. Doch dass mehr als ein Jahrhundert nach Niederschrift jener Zeilen ein Parfum nach ihr benannt werden würde, gar noch auf der anderen Seite des Atlantiks – das freilich konnte sie zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal ahnen. Oder, mal ehrlich: würden Sie – verehrte Leserin, werter Leser – in diesem Augenblick ernsthaft annehmen, dass irgendwann einmal Ihr Name in Form eines bahnbrechenden Parfums verewigt würde? Dabei stehen die Chancen womöglich gar nicht mal so schlecht. Man muss vielleicht einfach nur danach leben – indem man Grenzen zu überwinden trachtet, ungewöhnlich zu leben wagt, neue Horizonte erschließt und scheinbar Unmögliches möglich werden lässt. Im Hier, Jetzt und Heute. Ohne dabei viel darauf zu geben, was jene Menschen dazu sagen und davon halten, nach denen – seien wir realistisch! – selbst in hunderttausend Jahren bestimmt nie ein Parfum benannt werden wird.

Eben so, wie es Calamity Jane zu Lebzeiten getan hat. Once upon a time in the West…

(Nicht nur der Teufel trägt) Prada-L´Eau Ambrée

Wenn der Teufel – wie es der bekannte Film- und Romantitel besagt – Prada trägt, dann ist der Leibhaftige wohl neuerdings unter die Liebhaber puderig-butterzarter Amber-Düfte gegangen… und dürfte sich dieser Tage ganz besonders freuen: Denn L´Eau Ambrée, der neueste Prada-Damenduft, der bereits vor seinem Erscheinen in den Parfum- und Beauty-Foren im Internet einige beachtliche Wellen voraus sandte, ist endlich erhältlich!
<b><strong>Verzückt – entrückt von L´Eau Ambrée:</b></b> Die Prada-Musen sind dem neuen Amber-Duft offensichtlich längst hoffnungslos verfallen, geben sich ganz ihrer sinnlich-verspielten Duft-Trance hin...

Verzückt – entrückt von L´Eau Ambrée: Die Prada-Musen - hier wie antike Relief-Statuen modern in Szene gesetzt - sind dem neuen Amber-Duft offensichtlich längst hoffnungslos verfallen, geben sich ganz ihrer sinnlich-verspielten Duft-Trance hin...

Und das in gleich mehreren ganz verschiedenen Ausführungen: den neuen Duft gibt es nicht nur als Eau de Parfum, sondern gleichfalls auch als edel duftende Körperlotion, als reichhaltige Körpercreme, als cremig-sanftes Dusch-Vergnügen, sowie – Freundinnen der gehobenen Puder-Pflege werden spätestens jetzt hellhörig werden – auch als samtig-luxuriöses Körperpuder!

Zum Duft selbst will ich an dieser Stelle noch gar nicht zu viel verraten (eine kleine Duftbeschreibung finden Sie in unserem Düfte-Shop, wo man überdies auch Probeschnupper-Abfüllungen bestellen kann) – nur so viel: teuflische Höllengerüche waren in keiner der enthaltenen Duftnoten auch nur annähernd auszumachen; ganz im Gegenteil stellt sich Pradas L´Eau Ambrée als wohlig-sinnliche Melange aus frischer Zitrone und femininer Wildrose mit delikater Amber-Note dar. Warum also ausgerechnet der Teufel mit seiner gemeinhin bekannten Vorliebe für Schwefel-Noten & Co. Prada-Düfte tragen soll, ist einstweilen ungeklärt und weiß wohl – wie so oft – nur… eben, der Teufel.