Grosse Oper: Amouage

Es war einmal …
Vor einem Vierteljahrhundert beschloss Sultan Qabus bin Said von Oman, die arabische Kunst der Parfumherstellung, die bereits im 9. Jahrhundert ihren ersten Höhepunkt erreicht hatte, wieder in ihre Heimat zurückzuholen. In der Hauptstadt Muskat ließ er eine Fabrik bauen, in der noch heute sämtliche Flakons für Männer- und Frauendüfte von Hand hergestellt werden. Zugleich vergab er den Auftrag, einen luxuriösen Duft zu kreieren, der die Aromen des Orients mit denen der übrigen Welt vereinen sollte. Erster Parfumeur für seine Marke Amouage – ein Wortspiel aus dem arabischen Amwaj für Welle und dem französischen Amour für Liebe – wurde Parfumlegende Guy Robert, der schon olfaktorische Meisterwerke für Hermes, Dior und Rochas komponiert hatte. Inzwischen ist der mit dem Sultan verwandte Scheich Sayyid Hamau–bin Hamoud al bu Said Chef des Duft-Labels. Und für die “Jubilation”-Edition zeichnet ein neuer Arrangeur verantwortlich. VOGUE traf Creative Director Christopher Chong bei der Präsentation in Oman.
VOGUE: Der erste Amouage-Duft hieß „Gold” und galt als typisch schwer, wenn nicht gar schwülstig orientalisch. Was haben Sie daran geändert?
CHRISTOPHER C H O N G: Die Basis – das sogenannte Herz von Oman – ist erhalten geblieben. Das heißt, die regional typischen Aromen von handgeerntetem Silberweihrauch, der im Süden des Landes wächst, einer Rosenart aus den Bergen sowie Limonen sind nach wie vor präsent, sie werden nun allerdings von der Rose dominiert.
Wird die Kreation dadurch internationaler?
Ich würde eher sagen, romantischer. Einem Parfum, das für den Orient steht, sollte man nicht sein typisches Flair nehmen.
Wie kommen Sie gerade auf Romantik?
Ich bin ja eigentlich Opernsänger. Und ich liebe Wagners Tristan und Isolde und Rusalka von Antonin Dvoräk; Rusalkas Lied an den Mond hat mich zu „Jubilation” inspiriert.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Musik und Duft? Wie kommen denn die Arien in die Flakons?
Parfum ist für mich wie Musik. So wie man für Violine, Harfe und Flöte eine Romanze komponieren kann, lässt sich aus unterschiedlichen Ingredienzen ein olfaktorisches Erlebnis erschaffen. Ich wollte eine moderne Version von Scheherazade – und gleichzeitig eine Hommage an den Mond.
Ist es für ein Parfumhaus nicht riskant, einen Laien mit dem Relaunch seines Klassikers zu beauftragen? Schließlich war „Gold” auch ein Geschenk, das der Sultan Staatsgästen wie Prinz Charles, Eipräsident Gorbatschow oder dem japanischen Kaiserpaar überreichen ließ.
Der neue Geschäftsführer David Crickmore hat mich engagiert, weil er jemand suchte, der ein hohes ästhetisches und künstlerisches Empfinden hat. Jemand, der nicht einfach einem Trend folgt, sondern sich von seinem Instinkt leiten lässt. Hergestellt wurden „Jubilation 25 Women” und „XXV Men” zwar von professionellen Parfumeuren, die sich aber ganz von meinen Inspirationen leiten ließen.
Was macht ihre Komposition einzigartig?
Die beiden Düfte entfalten sich auf jeder Haut anders. Sie werden feststellen, dass die Noten für Männer femininer scheinen, die für Frauen maskuliner. Eine neues Kapitel aus Tausendundeine Nacht.
INTERVIEW: REGINA STAHL / Vogue März 2008
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Ein Duft, der Größe atmet!4 Kommentar-Auszeichnungen
„Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngongberge”. Man muss nur den ersten Satz in Tania Blixens Roman Jenseits von Afrika lesen, schon wird man von einer sonderbaren Sehnsucht angesteckt.
So ging es mir nach einem Tag mit diesem Duft.
Afrika bei Tagesanbruch. Traumhaft, honiggelb, wie ein Tautropfen, der sich am Stengel einer Kaffeepflanze abzeichnet, aber noch nicht fällt! Im weiteren Hintergrund saftige Wiesen und aus dem Nebel sich empor streckende Berge und es ist noch kühl, dazu eine Tasse Kaffee und dann dieses Parfum.
Perfekt, wer das Besondere sucht, aber einen Duft möchte, der bei einem bleibt, fast privat, der ist hier richtig !!!!
Folgende Musik fällt mir spontan dazu ein:„Lujon von Henry Mancini“
Für Frauen wie Königin Rania von Jordanien, oder Prinzessin Carolin von Hannover,Ava Gardner
Also für Alle ohne Rüschen!
.. und komisch, man geht aufrechter, gestreckter würdevoller!