Archiv für die Kategorie „Edle duftende Essenzen“
BYREDO – Seven Veils
„An diesem frühen Morgen ging der Mond erst spät unter, und man fühlte seine Anziehung, einen Magnetismus, wie ihn die Sonne nie ausüben zu vermag. Die Luft war erfüllt von dreierlei Erinnerungen. Deine Art, die Schleier zu halten, sie durch die Finger gleiten zu lassen, die Seide, die im Wind weht. Mit ihr zieht eine Quinte, ein Akkord in Moll entlang eines antiken Violinbogens. Sein Echo klingt lauter und lauter in unseren Ohren wider. Es schwillt zu einer Intensität an, die selbst das Schlagen unserer Herzen übertönt. Du erhebst Dich, auf Deine Füße und höher noch. Und tanzt, in scheinbar endloser Umdrehung, den Tanz der sieben Schleier“…Mit dieser poetisch-versonnenen Vision läutet BYREDO-Mastermind Ben Gorham die Premiere seiner neuesten Duftkomposition Seven Veils ein. Nicht minder schwelgerisch-traumhaft verspricht auch das Dufterlebnis zu werden, das uns das Haus BYREDO beschert:
Mit Seven Veils (“sieben Schleier”) erwartet uns eine wunderbar würzig-orientalische Duftkomposition, die auf den warmen Aromen von Vanilleblüten und indischem Sandelholz basiert, und von der biblischen Erzählung von Salome und ihrem Tanz der sieben Schleier inspiriert wurde.
Ebenso vielschichtig und geheimnisvoll wie jene Geschichte von der verruchten, mit Juwelen geschmückten Salome, die sich auf schamlose Art der Kunst der Verführung bedient, ist auch der Duft:
Ausgesprochen ungewöhnliche Ingredienzien wie Pimentbeeren und Karotten in der Kopfnote, eine exotische Melange aus Oleander, Glycine, Tigerorchidee und tahitianischen Vanilleblüten im Herzen und Sandelholz und Vanille in der Basisnote laden dazu ein, die mannigfaltigen, zauberhaften Schleier dieses Duftes zu lüften…
P.S.: Übrigens teilen bei weitem nicht alle, die bislang schon das Vergnügen hatten, den neuen BYREDO zu schnuppern, die eingangs zitierte, ganz persönliche Vision des Duftschöpfers Ben Gorham von seiner Kreation Seven Veils. Der Duft löst mitunter Assoziationen aus, die in eine ganz andere Richtung gehen (Stichwort: “Omas Backschublade” und “Alice im Wunderland”). Dazu folgt hier in Kürze ein weiterer Beitrag zum Thema…
BYREDO – Seven Veils bei Essenza Nobile
April Aromatics: Natur pur in wundervollen Elixiren
Die Arbeit mit reinen, unverfälschten Extrakten aus der Natur – das ist die Passion von Tanja Bochnig, der kreativen „Nase“ hinter der Düftelinie April Aromatics. Bereits im jungen Alter von 18 Jahren begann sie eine Karriere als Model, die sie über die Zwischenstationen Paris und London schließlich nach New York führte. Doch so erfolgreich ihre Arbeit als Model auch war – ihr wahres, leidenschaftliches Interesse galt weitaus tiefgründigeren Themenbereichen: Sie beschäftigte sich insbesondere mit Aromatherapie, Yoga, Pflanzenheilkunde, Homöopathie, natürlichen Heilmethoden… und absolvierte Ausbildungen als Yogalehrerin und Aromatherapeutin sowie im Bereich Botanik und natürliche Parfümkreation.
„Bei der Arbeit mit natürlichen Zutaten fühle ich mich erfüllt und glücklich“, schwärmt Tanja Bochnig von ihrer Arbeit in der Herstellung natürlicher und botanischer Parfüms: „Seit meiner Kindheit habe ich ein hochsensibles Gespür für Gerüche, welches sich im erwachsenen Alter und durch das jahrelange olfaktorische Arbeiten immer weiter ausgeprägt hat“.
Die hohe Kunst der Parfümherstellung begreift sie dabei (unter dem Stichwort „natürliche Parfümerie“) gleichsam als roten Faden, der sich quer durch die Kulturgeschichte der Menschheit zieht: Von Duftölen, die bereits um ca. 5000 v. Chr. zur Ehrung der Götter und Salbung der Toten hergestellt wurden, über die Duftherstellung in den Palästen Mesopotamiens oder bei den alten Ägyptern, Assyrern und Griechen bis hin zu Duft-Rezepten für heiliges Salböl aus der Bibel spannt sich der Bogen des klassischen Parfümeriewesens, auf den Tanja Bochnig Bezug nimmt, und an den sie mit ihrer Arbeit anknüpft.
Dieser Ansatz, der dem Althergebrachten und Naturbelassenen mehr vertraut als aktuellen, schnelllebigen Zeitgeist-oder High-Tech-Trends in der Parfümeriewelt, spiegelt sich auch in der behutsamen und verantwortungsbewussten Auswahl der Inhaltsstoffe der April-Aromatics-Parfüms wider: Sämtliche Ingredienzien sind ausnahmslos natürlich, werden schonend verarbeitet und die in den Düften verwendeten naturreinen Extrakte und ätherischen Öle stammen – wann immer möglich – aus biologischem Anbau oder aus Wildwuchs. Duftstoffe, für die Tiere gequält werden, sind bei April Aromatics selbstverständlich ebenso ein absolutes „No-Go“ wie die Verwendung von künstlichen Zusatz- oder Duftstoffen. Dementsprechend werden als Trägersubstanzen reines Bio-Jojobaöl und Bio-Alkohol verwendet.
April Aromatics – Düfte mit Seele, Herzblut und spirituellem Flair
Neben diesem löblich hohen Standard in punkto ökologisches Bewusstsein und Produktethik kommt außerdem auch ein spiritueller und ganzheitlicher Aspekt zur Geltung, der die Düfte von April Aromatics einzigartig macht: So enthält etwa jeder Duft individuell ausgewählte Steinessenzen, die neben Tanja Bochnigs prägenden Einflüssen aus dem Bereich der Aromatherapie für einen „Zustand der Harmonie und des Wohlbefindens“ sorgen, die Sinne beflügeln und uns „in eine Welt der Poesie und des reinen Erlebens“ entführen sollen. Die Düfte – so das erklärte Ziel von April Aromatics – sollen dabei nicht „nur“ gut riechen, sondern auch „ein inneres Wohlbefinden erzeugen und unsere Sinne spürbar erheben“.
Vor dem Hintergrund dieser Markenphilosophie verwundert es auch nicht, dass der kreative Kopf hinter April Aromatics auf das Thema künstliche Ingredienzien gar nicht gut zu sprechen ist: „Natürlichen Essenzen synthetische Inhaltsstoffe hinzuzufügen, ist, als würde man Glutamat über sein wertvolles Bio-Essen streuen“, sagt Tanja Bochnig – und fügt hinzu: „Vertraut der Kraft der Natur – sie ist alles, was wir brauchen“.
Die Parfüms von April Aromatics sind alles andere als Fließband-Düfte, sondern werden von ihrer Schöpferin mit viel Liebe, Herzblut und persönlicher Hingabe geschaffen – sogar auf die „Gezeiten des Mondes“ achtet Tanja Bochnig genau, wenn sie einen Duft kreiert. Die April-Aromatics-Parfüms werden dadurch zu „Düften mit Seele“, die sich schon in ihrer Entstehungsphase deutlich von den meisten anderen Parfümerieprodukten unterscheiden: „Natur pur in wundervollen Elixiren“…
April Aromatics bei Essenza Nobile
Serge Lutens – Tubereuse Criminelle
TUBEREUSE CRIMINELLE – LIMITED EDITION 2011
Düfte-Komponist Serge Lutens wartet zum Weihnachtsfest 2011 mit einer besonderen Überraschung auf: Eine limitierte Auflage von Tubereuse Criminelle! So außergewöhnlich-abgründig wie sein Name ist auch der Duft, der zwar schon im Jahr 1999 erschienen ist, bislang aber vornehmlich in den exklusiven Salons du Palais Royal Shiseido erhältlich war. Dort hatte er es erst im vergangenen Jahr auf den sechsten Platz der Top 25 der meistverkauften Produkte geschafft.
Wir freuen uns daher ganz besonders, noch in diesem Jahr dieses einmalige Kleinod der Kriminalgeschichte des Parfümeriewesens in unserem Shop präsentieren zu können. Serge Lutens ließ Tuberose, Hyazinthe und Muskatnuss aus dem Giftschrank – und wie nicht anders zu erwarten war, verabredeten sich diese zu einem olfaktorischen Komplott sondergleichen.
Nichts für schwache Nerven (oder ängstliche Nasen)!
Tubereuse Criminelle bei Essenza Nobile
Penhaligon´s – Juniper Sling: Prickelnder Duft-Cocktail zum Mit-der-Nase-Schlürfen
Der neue Penhaligon´s-Duft JUNIPER SLING setzt dem London Dry Gin und Englands „Roaring Twenties“ ein olfaktorisches Denkmal.
Auch wenn in Parfums durchaus beachtliche Mengen Alkohol enthalten sind, und es sogar Menschen geben soll, die Parfums nicht etwa zum Aufsprühen, sondern zum (Be-)trinken kaufen, stehen hochprozentige alkoholische Getränke normalerweise nicht im Mittelpunkt des Interesses unseres Shopsortiments. Doch heute möchte ich einen neuen Duft vorstellen, der ganz der (insbesondere englischen) Trinkkultur gewidmet ist. Namentlich: dem traditionsreichen London Dry Gin!
Juniper Sling – wie alles begann…
Die Ursprünge der Wacholder-Spirituose lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Seinerzeit begann die Pest in Europa zu wüten, und Wacholder-Elixire standen (fälschlich) im Ruf, gegen den „Schwarzen Tod“ zu schützen oder die Pest gar heilen zu können. Der eigentliche „Ur-Gin“ ist so auch alles andere als „very British“, sondern stammt aus Kontinental-Europa, genauer: den Niederlanden. Dem Chemiker und Alchemisten Sylvius de Bouve wird die Erfindung des „Genever“ (oder auch „Jenever“) im 16. Jahrhundert zugeschrieben, der zunächst als Heilmittel für Magen- und Nierenleiden konzipiert und verkauft wurde und dessen Name bereits auf die Wacholder-Ingredienz verweist. Später brachten englische Soldaten den Wacholderschnaps auf die britische Insel, und die wechselvolle Geschichte des Gin nahm ihren Lauf, die über diverse Restriktionsmaßnahmen bis hin zu totalen Verboten (1840 bis 1880) führte, und Gin schließlich zu einem englischen Nationalgetränk werden ließ.
Die Idee, die Kult-Spirituose zur Grundlage eines Parfums zu machen, ist nicht völlig neu. So gibt es etwa mit „Infusion“ einen von Geza Schön kreierten Duft aus dem Jahr 2003, der olfaktorisch an die zehn pflanzlichen Zutaten („Botanicals“) der Gin-Marke Bombay Sapphire angelehnt ist.
Doch Juniper Sling von Penhaligon´s verfolgt einen anderen Ansatz: Das Eau de Toilette von Meisterparfümeur Oliver Cresp (der für viele bekannte Parfumkreationen u.a. für Christian Dior, Dolce et Gabbana, Giorgio Armani, Givenchy, Jean Paul Gaultier, Kenzo, Moschino, Nina Ricci, Paco Rabanne, Versace oder Yves Saint Laurent verantwortlich zeichnet) ist den ebenso exzentrischen und exzessiv lebenden wie trink- und feierfreudigen „Bright Young Things“ aus dem London der wilden 1920er Jahre gewidmet.
Der London Dry Gin ist dabei ein Symbol eben jener „Roaring Twenties“ der britischen Hauptstadt, und Juniper Sling lässt diese Ära in Form einer einzigartigen Duftkomposition wieder auferstehen – da treffen feinster Zimt, Engelwurz, Orangen-Brandy und Wacholder-Beeren in der Kopfnote auf ein delikat-vollmundiges Herz aus Kardamom, Leder, Schwarzem Pfeffer und Iris-Holz, das schließlich mit leckeren Gourmand-Noten von braunem Zucker, Vetivergras, Schwarzen Kirschen und Amber so sinnlich-vergnügt ausklingt wie eine Gin-Party im London der 1920er Jahre. Juniper Sling ist ein prickelnder Duft-Cocktail, den man (im wahrsten Sinne des Wortes) mit der Nase schlürfen kann…
Juniper Sling – der Film zum Duft
Zur Einführung des neuen Duftes gibt es übrigens auch ein kleines, audiovisuell auf die Schwarzweiß-Film-/“Wochenschau“-Ära getrimmtes Launch-Video, das Juniper Sling als vermeintlich treibende Kraft hinter allen möglichen gesellschaftlichen Entwicklungen der englischen „Roaring Twenties“ darstellt:
Ja – etwa so könnten sie gewesen sein, Londons wilde 1920er Jahre! Und wenn nicht, dann ist es doch zumindest gut erfunden…
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Penhaligon´s – Juniper Sling…
… ist ab sofort in unserem Shop als Eau de Toilette in den Größen 50 und 100 ml vorbestellbar:
30 Jahre Annick Goutal: „Joyeux anniversaire!“
Beim Stöbern in der Neuheiten-Sektion unseres Shops ist es wohl kaum noch zu übersehen: Annick Goutal hat Geburtstag! So ziemlich genau 30 Jahre ist es nun her, dass die erste Parfum-Boutique von Annick Goutal in der Rue de Bellechasse im Pariser Stadtteil Saint-Germain eröffnet wurde. Seither haben etliche wunderschöne und exquisite Duft-Kreationen von Isabelle Doyen, Annick Goutal und ihrer Tocher Camille die Welt der Haute Parfumerie bereichert und verzaubert…
30 Jahre – normalerweise wird zu einem solchen Anlass ja der Jubilar mit Geschenken überhäuft; im Falle von Annick Goutal hat man aber eher das Gefühl, dass das Geburtstagskind selbst mit Präsenten nur so um sich wirft! Jedenfalls gibt es pünktlich zum „30 Ans“-Markenjubiläum eine ganze Reihe von Neuheiten, mit denen die Welt der feinen Düfte beschenkt wird und die gewiss einem jeden Annick-Goutal-Fan das Herz ein paar Zentimeter höher schlagen lassen werden…
Annick Goutals Allzeit-Klassiker „Eau d´Hadrien“ im „30 Ans“-Jubiläumsflakon
Da wäre zum einen die von Camille Goutal erstmals in unserem Interview im März angekündigte Sonderedition des Goutal-Klassikers Eau d´Hadrien. Der Unisex-Duft nimmt innerhalb des Parfum-Sortiments von Annick Goutal eine besonders herausragende Stellung ein; zahlreichen Film- und Popstars wie etwa Tom Cruise, Leonardo di Caprio, Madonna, Céline Dion, Catherine Deneuve, Tina Turner oder Sharon Stone wird eine Schwäche für den zitrisch-mediterranen Ausnahme-Duft nachgesagt. 2008 erhielt der Duft den „Parfümeriebranchen-Oscar“ FiFi Award und wurde von den Juroren der Fragrance Foundation offiziell in die „Fragrance Hall of Fame“ aufgenommen.
Zudem stammt er auch noch aus der Gründungszeit des Unternehmens Annick Goutal, gehört also zu den Parfum-Grundsteinen der Marke – schon deshalb verwundert es kaum, dass nun gerade von diesem Duft eine limitierte „30 Ans“-Jubiläumsausgabe erscheint. Und was für eine schöne! Der Parfumflakon wurde eigens für den Geburtstag von der traditionsreichen Pariser Juwelierfirma Arthus-Bertrand feierlich eingekleidet, und zwar mit einem schmückenden Festtagsgewand aus fünf wunderhübsch gravierten, golden glänzenden Miniatur-Medaillons – sie zeigen u.a. das Marken-Emblem und zwei kleine stilisierte Schmetterlinge, die so etwas wie das „Wappentier“ von Annick Goutal sind…
„Mon Parfum Chéri, par Camille“ – eine Hommage an Annick Goutal
Gleichfalls in unserem im Frühjahr geführten Interview machte Camille Goutal auch eine geheimnisvolle Andeutung zu einem neuen Duft: „Wir werden im September einen neuen Duft herausbringen, ein feminines, sehr spezielles Parfum“, orakelte sie damals; alles weitere jedoch sei noch streng „geheim“. Nun, jetzt nicht mehr: „Mon Parfum Chéri, par Camille“ heißt das süße Geburtstags-Geheimnis, zu dem wir Camille Goutal noch vor etwa einem halben Jahr kaum mehr als einen beiläufigen Satz entlocken konnten. Dafür wissen wir mittlerweile umso mehr über die neueste Duftkreation aus dem Hause Annick Goutal, die gerade rechtzeitig zur großen, rauschenden 30-Jahre-Party erscheint:
- Es handelt sich dabei um einen würzigen und intensiven Chypre-Duft, dem indonesischer Patchouli seine besondere Tiefe und geheimnisvolle Aura verleiht… in dem Pflaumennoten für einen fruchtigen Akzent sorgen, während Gewürze eine magisch-hypnotisierende Wirkung, und Heliotrop und italienische Iris einen subtil pudrigen Zauber entfalten…
- Der Duft ist eine Hommage an die Weiblichkeit, besonders aber an die Markengründerin Annick Goutal, die ihrer Tochter Camille mit „Petite Chérie“ einst selbst ein eigenes Parfum gewidmet hat. „Mon Parfum Chéri, par Camille“ ist inspiriert von einem kleinen Cremeparfum aus dem früheren Besitz der französischen Schriftstellerin, Varietékünstlerin und Journalistin Colette, das Annick Goutal dereinst geschenkt bekam. Ihre Tochter Camille fand diesen Duft nach all den Jahrzehnten nahezu unverändert vor. In der Duftbeschreibung heißt es hierzu:
„(…) ein zeitloser holziger Duft, der Jahrzehnte überdauert hat, ohne auch nur einen Tag älter zu werden. Fasziniert von diesem ungewöhnlichen Duft schwelgte Camille in Kindheitserinnerungen an 40er Jahre Hollywoodfilme. Verführerischer Satin. Feine Spitze. Schauspielerinnen mit eleganten Handschuhen und karminroten Lippen. Und vor ihren Augen das Bild ihrer Mutter, die sich zum Ausgehen fertigmachte“…
- Der Flakon weist die klassische Form der Damenduft-Fläschchen von Annick Goutal auf, jedoch mit einigen charakteristischen Details: Der duftende Nektar im Inneren schimmert in verführerischem Rot durch das klare Glas hindurch; eine schwarze Tüllschleife mit Satin-Streifen setzt optisch einen interessanten Kontrapunkt, der – zusammen mit der in mysteriösem Schwarz gehaltenen Umverpackung mit ihren goldfarbenen Verzierungen – die geheimnisvolle Seite des Parfums visuell unterstreicht und widerspiegelt.
- Annick-Goutal-Düfte sind besonders dafür bekannt, dass sich einige von ihnen untereinander gut layern lassen, also miteinander kombinierbar sind und übereinander getragen werden können. Und so gibt es auch zu „Mon Parfum Chéri, par Camille“ drei Duftempfehlungen für auf- und anregende Layering-Experimente: Wer etwa die blumige Seite des Duftes betonen und ihm zugleich noch mehr Intensität verleihen möchte, kann dies einmal mit Grand Amour ausprobieren. Ambre Fétiche hingegen verleiht „Mon Parfum Chéri, par Camille“ eine besonders warme Ausstrahlung, während Musc Nomade das Parfum weicher erscheinen lässt.
- Mon Parfum Chéri, par Camille wird voraussichtlich ab ca. der zweiten oder dritten Oktoberwoche als Eau de Toilette (50 und 100 ml) und Eau de Parfum (100 ml) erhältlich sein, und kann bereits jetzt vorbestellt werden.
Goldene Geschenke…
Doch damit ist der Geburtstags-Gabentisch noch längst nicht voll: Hinzu gesellen sich in diesem Herbst weitere Neuerscheinungen von Annick Goutal. Zu benennen sind hier – neben einem limitierten „Sortiment 2011“ aus der Raumdüfte-Abteilung (mit dem als „Weihnachts-Duft“ bekannten Duft Noël) – insbesondere zwei wunderschöne, golden schimmernde Geschenksets mit je 50 ml Eau de Toilette und einer parfümierten Körpercreme – jeweils mit dem Duft „Petite Chérie“, oder wiederum mit dem famosen Annick-Goutal-Allzeitklassiker „Eau d’Hadrien“.
… und kostbare Schätze
Und wem das nun noch immer nicht genug war, bekommt mit diesem luxuriösen Mini-Köfferchen noch eine ganz besondere Dreingabe:
„Mini Boule Coffret“ nennt sich das kostbare, in edlem Schwarz gehaltene Stück, in dem fünf Miniatur-Ausgaben von Annick Goutals kultig-legendären „Butterfly Boules“ ein samtweiches Bett gefunden haben – die jeweils 10 ml der folgenden duftenden Köstlichkeiten enthalten: Eau d‘Hadrien (EdP), Petite Chérie (EdP), Quel Amour! (EdP), Mandragore (EdP) und Un Matin d‘Orage (EdT).
Bei so viel Schönem, das so ein 30-jähriges Jubiläum offenkundig hervorzubringen vermag, wünscht man sich ja schon fast heimlich den nächsten „runden“ Geburtstag von Annick Goutal herbei. Doch bis es (in zehn Jahren…) wieder so weit ist, senden wir von Essenza Nobile ganz herzliche Geburtstagsgrüße über Rhein, Maas, Argonnen und Marne hinüber nach Paris, und sagen:
JOYEUX ANNIVERSAIRE
ANNICK GOUTAL!
Penhaligon´s: „Anthology Collection“ komplett
- Eau de Cologne (1927)
- Zizonia (1930)
- Eau de Verveine (1949)
- Extract of Limes (1963)
- Gardenia (1976)
- Night Scented Stock (1976)
- Orange Blossom (1976)
- Jubilee Bouquet (1977)
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BLOOD CONCEPT: Exklusiv-Interview mit Antonio Zuddas und Giovanni Castelli
Die vier „Blut-Düfte“ von BLOOD CONCEPT machen dieser Tage anlässlich ihrer Markteinführung in Deutschland einige Furore – doch wer steckt eigentlich hinter der schaurig-schön anmutenden Parfum-Neuheit? Es sind der Werbetexter und Fotograf Antonio Zuddas und Giovanni Castelli, seines Zeichens Modedesigner und Mitbegründer der italienischen Parfummarke Acqua di Stresa. Wer nun aber aufgrund der etwas skurrilen Blut-Thematik hinter den Kulissen von BLOOD CONCEPT Makabres, Groteskes oder Bizarres vermutet, wird von den beiden Herren angenehm enttäuscht: So werden ihre Düfte nicht etwa in einem finsteren Spukschloss in Transsilvanien gefertigt, sondern – in Zusammenarbeit mit den Duft-Spezialisten von apf arômes & parfums – in der Region des französischen Parfümerie-Mekka Grasse. Und auch ansonsten lassen die beiden Kreativen aus Mailand im Interview mit Edle Essenzen keinen Zweifel daran, dass ihr BLOOD CONCEPT mit Vampiren und anderen tageslichtscheuen, blutdurstigen Kreaturen nichts zu tun hat – dafür aber umso mehr mit Evolution, Innovation und Individualität…
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„Blood Concept ist erst der Anfang“
Edle Essenzen: Im Januar hat Lady Gaga für das nächste Jahr ein eigenes Parfum angekündigt, in dem u.a. Blut enthalten sein soll. Wie es aussieht, sind Sie ihr zuvor gekommen… rund ein halbes Jahr vor der geplanten Veröffentlichung von Lady Gagas „Monster“-Parfum erscheinen gleich vier Düfte von BLOOD CONCEPT mit Blut-Note. Ist das Zufall, hat Lady Gaga bei Ihnen abgekupfert, wollten Sie sie ärgern – oder gibt es momentan gar einen Trend hin zum Blut im Parfum?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Wir wurden schon des Öfteren darauf angesprochen, doch hier gibt es keinerlei Zusammenhang. Wir denken, niemand wollte den anderen kopieren, oder ärgern. Wir hatten diese Idee bereits im September 2010, das heißt bevor Lady Gaga ihre Idee im Januar publik machte. Das Thema BLOOD CONCEPT ist erst der Anfang… wir denken, es ist Zeit, dass sich etwas im Bereich der Duftwelt verändert.
Edle Essenzen: Wie kamen Sie auf die Idee zu BLOOD CONCEPT? Wann wurde Ihnen erstmals bewusst, dass die Welt auf Düfte mit Blut-Note gewartet hat?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Wir wollten uns intensiver mit der Entstehung des Menschen, der Evolution beschäftigen – und was liegt da näher, als der Fluss des Lebens… Blut. Das Blut eines jeden Menschen ist unterschiedlich und kommt aus dem tiefsten Inneren heraus. Somit haben wir uns auf die Blutgruppen bezogen…
Edle Essenzen: Blut ist ja so ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Manche (etwa Lady Gaga, Alice Cooper, Vampire oder Splatterfilm-Fans) lieben es – andere fallen schon in Ohnmacht, wenn sie es nur sehen. Sicherlich gefällt nicht allen gleichermaßen die Vorstellung, einen Duft aufzutragen, der mit Blut assoziiert ist. An welche Menschen richten sich ihre Parfum-Kreationen, welche Zielgruppe haben Sie dabei im Auge… wie stellen Sie sich die Trägerinnen und Träger der BLOOD-CONCEPT-Düfte vor?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Uns ist es ganz wichtig, dass wir nicht mit Vampiren oder der Unterwelt in Verbindung gebracht werden. Wir beschäftigen uns mit der Evolution der Menschheit, nicht mit Splatter-Movies oder Vampiren. Unser BLOOD CONCEPT richtet sich vor allem an offene und neugierige Menschen – Menschen, die sich mit sich selbst beschäftigen, Individualisten.
Edle Essenzen: BLOOD CONCEPT wurde erstmals im Frühjahr auf der Esxence-Duftmesse in Mailand präsentiert. Welche Reaktionen haben Sie seither erhalten?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Wir haben sehr viel positives Feedback erhalten, aber sicher ist BLOOD CONCEPT nicht an jede Zielgruppe gerichtet.
„Unser BLOOD CONCEPT richtet sich vor allem an offene und neugierige Menschen“
Edle Essenzen: Was haben Sie eigentlich gegen Blumen? In den vier BLOOD CONCEPT-Düften sind Noten von Gewürzen, Früchten, Hölzern, Metallen, Aldehyden und sogar von Gestein enthalten – aber florale Noten sucht man in den Kompositionen vergebens. Passen Blumen einfach nicht zum Thema Blut?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Wir haben nichts gegen Blumen (beide lachen), aber florale Kompositionen passen einfach nicht zu unserem Konzept.
Edle Essenzen: Ihre Düfte sind nach den vier menschlichen Blutgruppen benannt – A, B, 0 und AB; die einzelnen Parfums stehen jeweils für unterschiedliche Stufen der menschlichen Evolution. Gibt es ihrer Meinung nach einen zwingenden Zusammenhang zwischen Duftvorliebe und Charakter? Bin ich also Modernist, wenn ich „AB“ besonders gerne mag, oder oute ich mich als Naturbursche, Nomade oder archaischer „Jäger und Sammler“-Typ, wenn mir „A“, „B“ oder das urzeitliche „0“ am besten gefällt?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Es gibt keinen zwingenden Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Blutgruppen und der Person, die die Düfte trägt. Sie können jedoch einen Hinweis, oder eine Anregung zu der einzelnen Person geben, die unterschiedlichen Charaktereigenschaften, wie bei den Blutgruppen 0, A, B und AB. Die Düfte sollten in erster Linie gefallen und die Person sollte sich mit diesem Duft identifizieren können.
Edle Essenzen: Anders als in Europa sind Blutgruppen in Japan ein großes Thema, dort spricht man der Blutgruppe vielfach einen maßgeblichen Einfluss auf die Persönlichkeit und den Charakter zu. Haben Sie schon Anfragen aus Japan erhalten?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Bisher noch nicht.
Edle Essenzen: Und haben Sie mit ihren Blutgruppen-Düften speziell auch den fernöstlichen Markt im Visier?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Wir denken darüber nach, wird sicherlich ein Thema für die Zukunft werden.
Edle Essenzen: Da nicht unbedingt anzunehmen ist, dass in nächster Zeit überraschend noch weitere Blutgruppen entdeckt werden, dürfte die Zahl möglicher Blutgruppen-Parfums dauerhaft auf vier begrenzt sein. Wird es gleichwohl eine Fortsetzung der BLOOD CONCEPT-Reihe geben?
Giovanni Castelli / Antonio Zuddas: Ja, wir arbeiten an einem neuen Konzept, welches zu BLOOD CONCEPT passen wird. Lassen Sie sich überraschen!
Edle Essenzen: Questo è tutto, signori. Grazie mille per l’intervista e tanti saluti!
P.S.: Derzeit erwarten wir noch Fotos von unseren beiden Interviewpartnern aus Mailand. Sobald diese vorliegen, werden wir sie dem Interview hinzufügen.
BLOOD CONCEPT
bei Essenza Nobile
BLOOD CONCEPT: Blut statt Blumen
Ein Hauch von Blut liegt in der Luft: Das Mailänder Parfumlabel BLOOD CONCEPT bringt Düfte mit Blut-Note auf den Markt.
Nein, es ist noch nicht Halloween. Nein, Sie sind auch nicht versehentlich in einem Onlineshop für Gothic- oder Vampirbedarf gelandet. Oder in einer bislang unbekannten Fortsetzung der „Twilight“-Saga. Und nein, Graf Dracula hat auch nicht über Nacht überraschend die Geschäftsführung von Essenza Nobile übernommen. Dennoch wird es in diesem Beitrag vor allem um eines gehen: Blut. Genauer: Menschenblut! Ein in der Parfümeriebranche nun schon viel zu lange eklatant vernachlässigtes Thema… finden Sie nicht auch?
Als nun abends der Drache nach Hause kam, rief er sogleich: „ich rieche Menschenblut“! „Ach, wer weiß, was Du riechst“, sagte die Frau; „es sind wohl gestern einige Tropfen auf den Boden gefallen“. Da war er zufrieden, legte sich bald in sein Bett und schlief ein…
Aus: Die drei Federn des Drachen
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Sie können kein Blut sehen? Und riechen schon gleich gar nicht? Dann sind die vier neuen Düfte von BLOOD CONCEPT garantiert nichts für Sie! Denn der rote Lebenssaft, der tagein, tagaus in unseren Adern pulsiert, steht ganz im Mittelpunkt der Duftkompositionen aus der norditalienischen Fashion-Metropole Mailand: „A“, „B“, „AB“ und „0“ heißen die außergewöhnlichen Parfums von BLOOD CONCEPT – benannt nach den menschlichen Blutgruppen.
A und 0 sind in Deutschland mit Abstand am weitesten verbreitet, allerdings kennt hierzulande bei weitem nicht jeder die eigene Blutgruppe. Eine Umfrage im Auftrag des Online-Portals mobile.de brachte sogar zutage, dass insbesondere Männer oft weit besser über das Innenleben ihres Autos Bescheid wissen, als über das ihres eigenen Körpers; so konnten auf Nachfrage zwar jeweils zwischen 80 und 90 Prozent der männlichen Befragten souverän den Durchschnittsverbrauch, die Motorleistung oder den Hubraum ihres Autos benennen – aber nur etwa 58 Prozent ihre Blutgruppe.
In Japan (und mehreren weiteren fernöstlichen Ländern) ist das ganz anders: Hier misst ein weit verbreiteter Volksglaube den Blutgruppen eine immense Bedeutung hinsichtlich Charaktermerkmalen und Persönlichkeitseigenschaften bei, und es ist nahezu undenkbar, dass jemand seine eigene Blutgruppe nicht kennt. Es gibt Blutgruppen-Horoskope, Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nach Blutgruppen auswählen und einstellen, oder Partnervermittlungen, die darauf spezialisiert sind, anhand der Blutgruppe einen passenden Lebenspartner zu finden. Selbst vor der Politik macht der Blutgruppen-Glaube nicht halt: So gibt es japanische Politiker, die ihren Wahlkampf nicht nur mit den üblichen Wahlversprechen bestreiten, sondern auch mit ihrer Blutgruppe zu punkten versuchen. Die wissenschaftlich-empirische Basis für all das sieht zwar auffallend mager aus, was der Popularität und Verbreitung des Blutgruppen-Glaubens aber keinen Abbruch tut. Eine an die menschlichen Blutgruppen angelehnte Parfum-Linie könnte in Fernost also durchaus leicht ein echter Renner werden…
Und bei uns? Blutgruppen sind hier, wie schon gesagt, allgemein von eher marginalem Interesse. Schwer vorstellbar jedenfalls, dass sich jemand bei einer Cocktail-Party, im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs oder während eines Geschäftsessens – interessiert nach vorne gebeugt und von brennender Neugier erfüllt – nach der Blutgruppe seines Gegenübers erkundigt. Doch angesichts des nach wie vor ungebrochenen Hypes um Vampirbücher und –filme (oder aber des bevorstehenden Halloween-Festes!) könnte so ein Blut-Duft durchaus auch in mitteleuropäischen Gefilden seine Interessenten finden. Und unter Fans ausgefallener Nischendüfte ohnehin; zumal die vier (Unisex-)Parfums von BLOOD CONCEPT ja auch keineswegs einfach bloß „nach Blut riechen“, sondern lediglich eine metallische „Blut-Note“ in der Basis aufweisen, und ansonsten noch mit allerlei anderen, teilweise äußerst interessanten olfaktorischen Zutaten-Leckereien gesegnet sind. Als da wären:
- Thymian, Himbeeren, Erdmandelgras, Hagebutten, Leder, Birke und Zedernholz in „0“;
- aromatische grüne Noten, Tomatenblätter, Basilikum und Sternanis in „A“;
- roter Apfel, schwarze Kirschen, Wermut, Pfeffer, Granatapfel, schwarzer Tee, Patchouli und Teakholz in „B“ und
- Aldehyde, Aluminium, Schiefer, Kieselsteine, Wasser und Zedernholz in „AB“.
Die vier BLOOD CONCEPT-Parfums sind also in ihrer Ausrichtung und Zusammensetzung höchst verschieden: Von aromatischem Grün (A) über mineralisch/aldehydisch (AB) und ledrig (0) bis hin zu würzigem Holz (B) reicht das Spektrum der BLOOD CONCEPT-Düfte. Sie alle vereint aber der metallische Nachklang mit einer Anmutung von Blut in der Basisnote… und die Tatsache, dass sie allesamt (nach dem erklärten Willen der italienischen BLOOD CONCEPT-Macher Giovanni Castelli und Antonio Zuddas) garantiert „blumenfrei“ sind. Kurz gesagt: Früchte, Gewürze, Hölzer, Leder, Aldehyde, Metall, Gestein – „si“! Blumen – „no“! (Etwa so muss wohl das Arbeitsmotto bei der Kreation der Mailänder Düfte gelautet haben).
Für florale Duftaromen aller Art hieß es bei den vier BLOOD CONCEPT-Parfums also, frei nach dem alten Türschild-Klassiker an Ladengeschäften: „Wir müssen draußen bleiben!“. Eingefleischte Fans von Blütendüften werden somit an den Duftkreationen von BLOOD CONCEPT vermutlich ebenso wenig Freude haben wie Menschen, die unter einer Hämatophobie (Blut-Phobie) leiden. Der Rest der duftverrückten Menschheit hingegen ist herzlich eingeladen, sich dem duftenden Blutrausch lustvoll hinzugeben…
BLOOD CONCEPT – Evolution in Düften
Neben der Blut-Anmutung in der Basisnote und dem strikten „No-Flowers“-Konzept vereint die vier Düfte der BLOOD CONCEPT-Kollektion aber auch die zugrunde liegende Ambition, verschiedene Entwicklungsstufen der Menschheitsgeschichte olfaktorisch abbilden zu wollen: „0“ steht dabei für das vorzeitliche Afrika, die Wiege der Menschheit, und für den archaischen „Jäger und Sammler“-Typus; „A“ ist gleichsam dem bodenständigen, sesshaften Ackerbauern gewidmet, der auf seiner Scholle, einem vertrauten Stück Erde in Harmonie mit sich selbst und der ihn umgebenden Natur lebt. „B“ wiederum appelliert an den wagemutigen, nach neuen Ufern und Horizonten strebenden Nomaden in uns, während „AB“ den modernen Menschen der Neuzeit und Gegenwart repräsentieren soll.
Von diesen recht konkreten charakterlichen Zuschreibungen sollte man sich jedoch keineswegs davon abhalten lassen, einmal sämtliche BLOOD CONCEPT-Düfte aus- und durchzuprobieren; denn Duft-Charakter hin, Blutgruppe her: alle vier Parfums sind ohne Zweifel gleichermaßen außergewöhnlich und somit allemal ein herzhaftes Probeschnuppern wert. Und wer dann vielleicht noch ein Faible für Kurioses oder leicht Makabres hat, wird auch mit dem „Drumherum“ der BLOOD CONCEPT-Düfte bestens bedient: So holt man das duftende Nass im Falle der 40-ml-Parfumvariante nicht etwa per gewöhnlichem Pumpspray, sondern (was läge bei einem Blut-Duft auch näher?) mit einer Pipette aus den Tiefen des Flakons, der obendrein im klassischen Medizinfläschchen-Design gehalten ist… für authentisches Onkel-Doktor- und Blutproben-Feeling beim Auftragen der Düfte ist also gesorgt.
Fehlt eigentlich nur noch, dass man sich das Parfum auch mit einer beiliegenden Spritze direkt in die Blutbahn verabreichen kann – Düfte im Pillenformat zur oralen Einnahme gibt es ja immerhin schon auf dem Markt, da wäre der nächste Schritt hin zur intravenösen Parfum-Injektion so groß ja nun auch nicht mehr. Doch so weit haben es die beiden Herren hinter BLOOD CONCEPT mit ihrem Blut-Konzept dann doch nicht getrieben…
Die BLOOD CONCEPT-Düfte…
…erscheinen bei uns voraussichtlich Mitte September 2011 und können in unserem Shop ab sofort als 60-ml-Spray, oder als 40-ml-Pipettenflakon vorbestellt werden.
BLOOD CONCEPT bei Essenza Nobile
Große Oper für die Nase: HONOUR von Amouage
„Death with honour when one can no longer live in honour“ – „ehrenvoll sterbe, wer nicht länger mehr in Ehren leben kann“: So steht es auf dem Dolch geschrieben, mit dem sich die von ihrem Liebhaber Pinkerton tief gekränkte „Madame Butterfly“ (Cio-Cio San) im letzten Akt der gleichnamigen Oper von Giacomo Puccini das Leben nimmt.
„Madama Butterfly“, wie Puccinis bekanntes Meisterwerk im italienischen Original heißt, ist eine der weltweit am häufigsten aufgeführten Opern – randvoll angefüllt mit großen Leidenschaften, Gefühlen, Dramen, Sehnsüchten und Emotionen… all die essenziellen Zutaten, die nicht nur eine große Oper, sondern auch einen ebensolchen Duft ausmachen. Kein Wunder also, dass gerade diese Oper das arabische Edeldüfte-Haus Amouage zu seiner neuesten Eau de Parfum-Kreation inspiriert hat: Honour – ein Eau de Parfum, das bereits mit seinem Namen eindeutig auf den Schlussakt von „Madame Butterfly“ anspielt.
Und auch weitere Ähnlichkeiten mit „Madame Butterfly“ sind dabei alles andere als Zufall, sondern ausdrücklich beabsichtigt. Die einzelnen Duftkomponenten der Damenvariante von „Honour“ etwa zeichnen und erzählen jene tragische Liebesgeschichte gleichsam nach; die Duftbeschreibung zu Honour Woman lässt das ambitionierte Ziel des Duftes, Motive und Themen der Puccini-Oper auf olfaktorischer Ebene in Szene zu setzen, deutlich erkennen:
„Ein Bouquet aus weißen Blüten spiegelt ihre (Anm. d. Red.: Madame Butterflys) verschiedenen Facetten wider. Tuberose steht für die Gefahr, Jasmin für die Treue, Gardenie für die geheime Liebe, Maiglöckchen für die Reinheit des Herzens und weiße Nelke für die Unschuld. Ein Fond aus Weihrauch, Ambre und Opoponax symbolisiert ihr tragisches Ende.“
Der holzig-würzig komponierte Herrenduft Honour Man hingegen wartet mit einer delikaten Melange aus rosa und schwarzem Pfeffer (in der Kopfnote), Geranie, Harz und Muskatnuss (im Herzen) und Weihrauch, Zedernholz, Vetiver, Tonkabohne und Moschus (in der Basis) auf. Das von Parfümeurin Nathalie Feisthauer kreierte Eau de Parfum soll insbesondere jenem Mann ein steter, duftender Wegbegleiter sein, „für den Ehre ein moderner und zeitloser Wert ist“.
Ein hoher Anspruch, der sich auch im Packaging und Design widerspiegelt: Der luxuriöse Flakon ist aus glänzend-weißem Kristallglas gefertigt und wird gekrönt von einer mit einem weißen Opal-Swarovski-Kristall geschmückten, vergoldeten Verschlusskappe. Die Umverpackung zeigt schemenhaft Schmetterlingsflügel auf mattgrauem Grund – eine weitere, diesmal visuelle Anspielung auf „Madame Butterfly“.
Nachdem Amouages allerneueste Duft-Oper am 27. Juni in der exklusiven Sultan Lounge des noblen Mandarin Oriental Hotel in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur uraufgeführt wurde, ist die erste Lieferung mit dem köstlich duftenden Parfum-Nektar nun endlich auch bei uns eingetroffen! Und wie es sich für einen neuen Amouage-Duft gehört, wird die Markteinführung von „Honour“ von einem kleinen, aber feinen, künstlerisch ambitionierten Kurzfilm voller visueller und akustischer Poesie begleitet:
Amouage HONOUR – der Film
Und da ich hier nun schon mal dabei bin, den (virtuellen) Filmvorführer zu spielen – möchte ich den Amouage-Fans auch diese kleine (englischsprachige) Reportage über die Präsentation von „Honour“ in Kuala Lumpur mit Amouage-Kreativdirektor Christopher Chong nicht vorenthalten:
Amouage HONOUR – die Präsentation
Amouage HONOUR – der Duft…
… ist ab sofort als Eau de Parfum in den Größen 50 und 100 ml in unserer Online-Düfteboutique erhältlich:
Amouage
Düfte-Kuriosum: Parfümierte Müllkippen
Dass Parfums in früheren Tagen – etwa zu Zeiten Ludwigs XIV. – oftmals dazu dienten, die unliebsamen olfaktorischen Auswirkungen mangelnder Wasch- und Körperpflegekultur mit intensiv duftenden Wohlgerüchen zu übertünchen, ist wohl weithin bekannt. Aber haben Sie auch schon mal von einer Mülldeponie gehört, die großflächig mit Parfum besprüht wird, um ihren… nun ja, etwas unvorteilhaften Eigengeruch zu kaschieren und sie besser riechen zu lassen?
Was hierzulande fast so verschwenderisch-dekadent anmuten mag wie mit Champagner gefüllte Swimmingpools, Bahnhofstoiletten aus purem Gold oder beheizte Bürgersteige, ist in der chinesischen Hauptstadt Peking ganz normal: Parfümierte Müllkippen. Auf dem Gelände der Asuwei-Mülldeponie etwa wurden im vergangenen Jahr rund 100 gigantische Parfum-Kanonen installiert, die den übel riechenden Müll der Stadt permanent mit lieblichen Duftnoten benetzen. Die Mega-Sprühflakons basieren auf deutscher und italienischer Technologie und können mehrere dutzend Liter Parfum pro Minute abfeuern – und das bis zu 50 Meter weit! Dagegen wirkt selbst der gigantomanische 2-Liter-Flakon von Nasomattos „Black Afgano“ aus dem letzten Frühjahr wie ein kleines Probierfläschchen für die Jackentasche…
Hintergrund der kuriosen Müllbeduftungs-Maßnahme: Mit dem chinesischen Wirtschaftswachstum und den damit einhergehenden, veränderten Konsumgewohnheiten im „Reich der Mitte“ wachsen auch die Müllberge des Landes ins Unermessliche. Allein die Stadt Peking produziert rund 18.000 Tonnen Müll täglich – mit steigender Tendenz. Aber nur gerade mal etwa zwei Prozent des Abfalls wird verbrannt, und weniger als vier Prozent dem Recycling zugeführt. Der große Rest landet auf riesigen Abfallhalden im Umkreis der Stadt. Und die werden täglich größer…
Pekings Müllproblem stinkt also im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel, und die dadurch verursachte Geruchsbelästigung wird zunehmend zu einem ernsthaften Problem für die Anwohner der Mülldeponien in der Millionenmetropole; angesichts dieser Entwicklung ist es kein Wunder, dass man sich in China quasi kurzerhand auf jene alte Gepflogenheit aus dem europäischen 17. Jahrhundert besann, schlechte Eigengerüche einfach zu überdecken und diese großzügig „wegzuparfümieren“. Frei nach dem Motto: Was beim guten, alten Ludwig XIV. funktioniert hat, kann ja auch für Müllkippen nicht ganz verkehrt sein!
Welcher Duft genau dabei zum Einsatz kommt, und welche aromatischen Duftnoten es sind, die sich da in den Lüften über chinesischen Müllkippen entfalten, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen (es soll sich aber wohl um aus Pflanzenextrakten gewonnene Duftessenzen handeln). Doch auch wenn man gewiss annehmen darf, dass es nicht gerade ein Parfum von Bond No. 9, Amouage oder Clive Christian ist, mit dem Chinas überdimensionale Müllhalden täglich beduftet werden: Die regelmäßige Parfümierung riesiger Abfallberge wird allemal nicht ganz unerhebliche Kosten verursachen. Dafür riecht es jetzt aber auch wieder besser in der Nachbarschaft so mancher chinesischer Mülldeponie… was zwar nicht das Müll-, aber immerhin das damit verbundene Geruchsproblem für die Anwohner etwas lindert.
Gut möglich also, dass die Müllkippe der Zukunft – so sie denn etwas auf sich hält! - nur noch gut parfümiert in den Tag startet. Dass Liebhaber edler Parfums aber womöglich irgendwann statt in ihre Stamm-Parfümerie zur nächstgelegenen Mülldeponie pilgern werden, um die neuesten Trend-Düfte zu erschnuppern – das erscheint dann doch etwas unwahrscheinlich…
Bildquelle Mülldeponie/Peking/Ludwig XIV.: Wikipedia (alle Fotos gemeinfrei).

























