Archiv für die Kategorie „Edle duftende Essenzen“

Vom Fabrikarbeiter zum Selfmade-Parfümeur: Interview mit John Pegg (Kerosene Fragrances)

John PeggJohn Pegg, der Gründer des US-amerikanischen Indie-Parfum-Labels Kerosene Fragrances, ist wohl alles andere als ein prototypischer Parfümeur. Schon dass er überhaupt einmal sinnliche Düfte kreieren würde, war ihm gewiss nicht schon an der Wiege gesungen worden: weder entstammt er einer altehrwürdigen Parfümeurs-Familie, noch ist er zufällig inmitten eines zart duftenden Jasminfeldes im Umland von Grasse aufgewachsen – viel eher zwischen dröhnenden Fabrikmaschinen und ratternden Industrie-Fließbändern. Genauer: in Michigan, unweit der Auto- und Arbeiterstadt Detroit.

Öde Fließband-Maloche und Akkordarbeit: Das war auf Dauer keine Perspektive für einen kreativen Freigeist wie John Pegg. Also nichts wie raus aus den stickigen Fabrikhallen, und mitten hinein ins pralle, bunte Leben. Und da gab es doch jede Menge zu entdecken! Hier bastelte, tüftelte, schraubte und lackierte er in der Werkstadt an Motorrädern herum – da schrieb er Texte oder probierte sich als Musiker aus. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde John Pegg alias „Kerosene“ aber vor allem durch seine Duftbesprechungen als Parfum-Rezensent auf seinem Youtube-Kanal. Mehr als 100 Düfte hat er dort schon vor laufender Kamera präsentiert und für seine Zuschauer ausführlich beschrieben – glaubt man den Klickzahlen, sind es regelmäßig mehrere tausend, die online seinen Schnupper-Rezensionen lauschen…

Wer ständig von gutem Essen redet, bekommt wahrscheinlich irgendwann unweigerlich Lust, selbst mal den Herd anzuwerfen und etwas Leckeres zu kochen. So ähnlich muss es John Pegg mit seinen Duftbesprechungen ergangen sein;  jedenfalls ist er vor einiger Zeit mit Kerosene Fragrances selbst unter die Düftemischer gegangen. Ganze fünf Parfums mit faszinierendem „Underground“-Appeal hat der Selfmade-Parfümeur schon komponiert, die bislang ausschließlich in den USA erhältlich waren. Bislang…

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Cerosene Fragrances

Edle Essenzen: John, in diesen Tagen feiert Ihre Parfumlinie Kerosene Fragrances ihre Europa-Premiere bei Essenza Nobile. Fühlen Sie sich schon ein bisschen wie ein „Global Player“? (lacht)

John Pegg: In der Tat! Als der Deal abgeschlossen war, um die Marke Kerosene nach Europa zu bringen, hätte ich kaum mehr Demut, zugleich aber auch Stolz verspüren können…

Edle Essenzen: Als ich zum ersten Mal etwas von Kerosene Fragrances hörte, hat der Name in mir sogleich unwillkürlich die Vorstellung von Düften hervorgerufen, die besonders „raue“ und „rohe“ Duftnoten wie etwa Benzin, Motorenöl – oder eben Kerosin enthalten. Tatsächlich aber sind keine dieser Noten in Ihren Düften zu finden. Stattdessen riecht man Hölzer, Früchte, Kräuter, Gewürze, Moschus, Leder, oder sogar Blumen wie Rosen, Jasmin oder Iris. Können Sie uns also etwas über den Hintergrund des Markennamens verraten?

John Pegg: Der Markenname stammt eigentlich vom Namen einer alten Solo-Band von mir: Kerosene Trewthe, welcher meinen spirituellen Glauben an die brennende Sehnsucht nach der Wahrheit in Gott ausdrückt. Und auch überall im Internet habe ich diesen Namen für verschiedene Nutzernamen in Foren verwendet, weil er eben einzigartig ist und da ich damit nie auf Kerosenetrewthe1234 etc. ausweichen musste. Als ich meinen Youtube-Account eröffnet habe, habe ich Kerosene Trewthe verwendet, letztendlich nannte ich mich dann aber einfach Kerosene. Eine ganze Weile lang war ich zurückhaltend und wollte nicht meinen wirklichen Namen, John, verwenden. Und der Name Kerosene blieb hängen…
R´Oud Elements

R´Oud Elements

Edle Essenzen: Wäre es denn eine reizvolle Herausforderung für Sie, ein Parfum zu kreieren, das Noten von Kerosin, Öl, oder etwas ähnlich Außergewöhnliches enthält?

John Pegg: Das wurde bereits gemacht und ich werde nie versuchen, es zu kopieren: Diors Fahrenheit. Ein wahrer Klassiker für meine Nase. Er hat diesen fettigen, öligen Geruch, den ich einfach liebe. Ich habe allerdings andere Ideen im Ärmel…

Edle Essenzen: Vor der Markteinführung von Kerosene Fragrances waren Sie hauptsächlich als Parfum-Rezensent durch Ihren Youtube-Kanal bekannt, wo Sie dutzende von Düften besprochen haben. Nun sind SIE es, dessen Düfte von anderen Parfumkritikern rezensiert werden! Wie fühlt es sich an, auf diese Weise die Fronten gewechselt, die Rollen getauscht zu haben?

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From factory worker to self-made perfumer: an interview with John Pegg (Kerosene Fragrances)

John PeggOn the occasion of the European premiere of Kerosene Fragrances at Essenza Nobile, we present you an exclusive interview with the founder of this upcoming and promising independent perfume label, John Pegg, who is also well-known as a perfume reviewer from his Youtube channel Kerosenetrewthe. Born and raised in Michigan near Detroit, one day he left his former life of monotonous factory work and started several creative activities such as painting and wrenching on motorcycles, making music, writing, reviewing fragrances - and, finally, even creating perfumes…

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Essenza Nobile: John, in these days your fragrance line Kerosene Fragrances celebrates its European premiere at Essenza Nobile. Do you already feel a little bit like a “global player”? (laughs)

John Pegg: Actually, I do! When the deal was done for the Kerosene brand to be put in Europe, I couldn´t be more humbled and proud at the same time.

Essenza Nobile: When I heard about Kerosene Fragrances for the first time, the name of your perfume label immediately evoked the idea of fragrances containing especially “raw” and “rude” notes such as gasoline, fuel, engine oil – or kerosene. But in fact, none of these notes can be found in your fragrances. Instead, one can smell woods, fruits, herbs, spices, musk, leather, or even flowers like rose, jasmine or iris. So, could you tell us more about the background of your brand´s name?

John Pegg: The brand name actually came from an old solo band name of mine: Kerosene Trewthe, which comes from my spiritual beliefs for the burning desire for the truth in God. And across the internet for various forum user names, I just used that name because it was unique and I never had to settle on Kerosenetrewthe1234, etc. Once I created my Youtube account, I was using Kerosene Trewthe, but end up just calling myself Kerosene. I was shy and didn´t want to use my real name, John, for the longest time. And the name Kerosene stuck.

Essenza Nobile: Would it be an interesting challenge for you to create a perfume featuring notes of kerosene, oil, or something similarly exceptional?

John Pegg: It’s already been done and I will never try to duplicate it: Dior’s Fahrenheit. A true classic to my nose. It has that greasy, oily smell that I just love. I have other ideas up my sleeves though.

R´Oud Elements

R´Oud Elements

Essenza Nobile: Before launching Kerosene Fragrances, you have mainly been known as a perfume reviewer from your Youtube channel Kerosenetrewthe, where you have reviewed dozens of fragrances. Now YOU are the one whose fragrances get reviewed by other perfume reviewers! How does it feel to have changed fronts, to have switched roles in this way?

John Pegg: Yeah, it’s really crazy to think about. I´m an emotional guy, so at the start of the first launch, I just told myself, “Here’s the perfume, if it’s liked, good. If it’s not, good”. From reviewing over a hundred different perfumes, I’ve come to appreciate honesty, whether good or bad. But the thing about scent is that it’s 100% subjective. It’s like saying, “Red is the best color ever”. When the next guy will say, “NO! Blue is the best color ever!” – who wins? Nobody! You have to keep in mind, everyone will not like everything. And I´m completely cool with it.

Essenza Nobile: Have you already received a bad review, and what were the reactions to your fragrances so far?

John Pegg: Oops, I think I just answered this one. Haha…

Essenza Nobile: Okay, next try: It is said that the “primal experience”, the “initial spark” of your enthusiasm for perfumes had something to do with a trip to Disney World and a fragrance by Acqua di Parma – is that right?

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The Different Company – L‘Esprit Cologne

The Different Company - L´Esprit Cologne

Nach dem Ausscheiden von Céline Ellena im vergangenen Jahr (wir berichteten) hat eine neue Parfum-Virtuosin die Kommandobrücke des großen Düfte-Dampfers The Different Company betreten: Emilie Coppermann. Mit im Gepäck hat „die Neue“ neben erstklassigen Referenzen (u.a. Van Cleef & Arpels – Bois d´Iris, Lalique  Parfums – Equus pour homme, Eau de Lalique) gleich vier brandneue Düfte, mit denen sie unter dem Titel L’Esprit Cologne ihren Einstand bei The Different Company feiert – und damit die thematische Breite und die stilistische Vielfalt ihres Schaffens eindrucksvoll unter Beweis stellt.

L‘Esprit Cologne

Die Kollektion L‘Esprit Cologne vereint die traditionellen Komponenten des klassischen Eau de Toilette in vier hochkarätigen, intensiven und komplexen Düften: Der fruchtig-elegante Sienne D’Orange zelebriert einen Sommer in der Toskana, der süß-frische Tokyo Bloom einen fernöstlichen Frühlingstag in Japan. Dem imaginären „Königreich des weißen Neroli“ zollt der prickelnd-zitrische Limon de Cordoza Tribut, während After Midnight mit seinem von Bergamotte-, Engelwurz-, Neroli-, Labdanum-, Benzoe- und Ambra-Noten umrahmten Herzen aus weißen Blüten ein bezauberndes nächtliches Dufterlebnis voll magisch-sinnlicher Verführungskraft verspricht…

Die vier Eaux de Toilette präsentieren sich in einem von Flakon-Designer Thierry de Baschmakoff entworfenen, wiederbefüllbaren 90-ml-Duftfläschchen, das von einer hochwertigen Bakelit-Verschlusskappe gekrönt wird – ein Flakon voll moderner Eleganz, der sowohl als Spray als auch als Splash benutzt werden kann.

Emilie Coppermann

Emilie Coppermann

Emilie Coppermann

Jene Düfte-Komponistin, die da gerade ein neues Kapitel Parfumgeschichte bei The Different Company aufgeschlagen hat, ist in ihrer Profession alles andere als ein unbeschriebenes Blatt: Ihr erstes bekanntes Werk (L’Eau de Sonia Rykiel) datiert bereits aus dem Jahr 1998, seither hat sie in der Parfumwelt zahlreiche duftende Spuren hinterlassen – bislang gut 30 Duftkreationen, die sie teils allein, teils in kollegialer Teamarbeit mit so namhaften kreativen Köpfen der Parfümeurs-Zunft wie Bertrand Duchaufour, Mark Buxton und Jean-Claude Ellena (dem Vater ihrer Vorgängerin bei The Different Company, Céline Ellena) komponiert hat, sei es für Christian Lacroix (Bazar Femme), Givenchy (Amarige d’Amour, Into the Blue) oder Paco Rabanne (Black XS for Her, XS Extreme for women).  Auch für Karl Lagerfeld (Kapsule Floriental), Carolina Herrera (CH Men), Jil Sander (Sport Water) und Kate Moss (Velvet Hour) hat Emilie Coppermann in den vergangenen Jahren schon Düfte gebraut – nicht zu vergessen die bereits eingangs erwähnten Edelduft-Hersteller Van Cleef & Arpels und Lalique Parfums.

Woher rührt so viel Tatendrang und Kreativität? Wie so oft bei Vertretern des Parfum-Handwerks liegen auch bei Emilie Coppermann die Wurzeln der Duftbegeisterung in der Kindheit: Ihrer Liebe zu Blumen ist es zu verdanken, dass die junge Emilie im Alter von 14 Jahren ihre Leidenschaft für Düfte entdeckte. Ihr Jungmädchen-Traum, fortan in einem märchenhaft-harmonischen Reich der Düfte zu leben, sollte kein Traum bleiben; sie tat vielmehr alles, was nötig war, um ihn Wirklichkeit werden zu lassen, studierte organische Chemie und besuchte das Internationale Institut für Parfums, Kosmetika und Aromen (Institut supérieur international du parfum, de la cosmétique et de l’aromatique alimentaire) in Versailles.

Aus dem in romantischen Düfte-Träumen schwelgenden jungen Mädchen ist heute eine gefragte Parfum-Expertin mit beachtlichem Renommee geworden. Parfümeurin zu sein ist für Emilie Coppermann Passion und Berufung zugleich – sie hat sich ganz dem Thema Duft verschrieben und lebt mit ihren fantasievollen Kreationen all die ihr innewohnende Kreativität leidenschaftlich und voller Schaffensdurst aus. Zu den besonderen Markenzeichen ihrer Duftherstellung gehören ihr spielerisches, unkonventionelles Naturell, ihr neugieriger Entdeckergeist und ihre kühne, unerschrockene Herangehensweise, mit der sie experimentiert und gerne auch mal Neues ausprobiert – wie etwa die kunstvolle Vermengung maskuliner und femininer Codes in ihren Parfumkreationen. Dabei vertraut die erfolgreiche Parfümeurin auf ihre Intuition, Fantasie und die visionäre Kraft ihrer Träume ebenso wie auf ihren bodenständigen Realitätssinn; all dies sind wichtige Inspirationsquellen für ihre Parfumwerke.

Doch selbst für Emilie Coppermann gibt es natürlich auch eine Welt jenseits der Düfte; so pflegt die mit ihrer Familie in Paris lebende vierfache Mutter etwa ein besonderes Faible für Indien, und beschäftigt sich in ihrer Freizeit überdies mit einem kreativen Hobby, das mit Duftherstellung nun wirklich gar nichts zu tun hat: Schwarzweiß-Fotografie…

The Different Company – L‘Esprit Cologne bei Essenza Nobile

Der Duft des Sieges: Floris – Victorious

Floris Victorious - der Duft des Sieges!

Floris ist eine ur-Londoner Institution und gehört zur britischen Hauptstadt wie der Piccadilly Circus oder Hyde Park. Kein Wunder: das 1730 gegründete Parfumhaus ist immerhin schon seit 1820 offizieller Hoflieferant des Königshauses. Und da London in diesem Jahr gleich zwei Mal Schauplatz weltweit beachteter Mega-Events wird (60. Thronjubiläum der Queen, Sommerspiele), hat Floris-Hausparfümeurin Shelagh Foyle alle Hände voll zu tun, um den großen Geschehnissen in der britischen Metropole gerecht zu werden und diesen einen angemessen duftenden Rahmen zu verleihen.

Nachdem erst kürzlich das Erscheinen von Royal Arms – Diamond Edition, des Floris-Parfums zum diesjährigen diamantenen Thronjubiläum der Queen zu vermelden war, präsentiert Floris nun mit Victorious die olfaktorische Begleitmusik zum zweiten, diesmal sportlichen Londoner Welt-Großereignis des Jahres  – den Duft des Sieges….

Und wie genau duftet Erfolg und Triumph? – Wenn es nach Floris geht, dann wohl etwa so:

Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit, Limone, Mandarine, marine Noten

Herznote: Jasmin, Neroli, Petitgrain, Koriander, Cumin, rosa Pfeffer

Basisnote: Amber, Moschus, Sandelholz, Vanille, Vetiver

Von marin über zitrisch und floral bis hin zu orientalisch und holzig hat Parfümeurin Shelagh Foyle in dem vielschichtigen Winner-Duft ganze fünf verschiedene Duftfamilien wie zu einer großen, duftenden Familienkonferenz versammelt…

Die ozeanische Frische einer Meeresbrise vereint sich in der Kopfnote mit würzigen Schalen von Mandarine und Grapefruit. Im Herzen des Duftes liefern sich Jasmin, Neroli, Petitgrain, Koriander, Cumin und rosa Pfeffer einen ebenso sportlichen wie herrlich blumig-würzig duftenden Wettstreit. Auf der Ziellinie schließlich verschmelzen tiefe, lang anhaltende Noten von Sandelholz und Vetiver mit feinsten Ambra-, Moschus- und Vanille-Akzenten…

Floris - Victorious

Floris – Victorious bei Essenza Nobile

Pures Wohlgefühl in Tuben, Fläschchen und Puderdosen: Penhaligon´s – Vanities Collection

Penhaligon's - Vanities Collection

Penhaligon's - Vanities Collection

„Vanities“ steht im Englischen für „Eitelkeiten“; als „bathroom vanities” werden aber auch die klassischen Badezimmer-Waschtische bezeichnet – und genau da gehören sie zweifelsohne hin, die vier Bade- und Körperprodukte der Vanities Collection von Penhaligon´s!

Die zart parfümierte Bath & Body-Kollektion wurde von Penhaligon’s als perfekt abgestimmte Ergänzung zu den Penhaligon´s-Damendüften entwickelt.  Die Vanities Collection wartet mit vier himmlisch duftenden Hautschmeichlern auf, die das Badevergnügen zu einem luxuriösen Erlebnis werden lassen und den Körper sowohl während als aus nach dem Baden aufs Angenehmste verwöhnen:

Bath & Shower Gel: Das Bade- und Duschgel taucht den Körper in üppigen Seifenschaum und sorgt mit seinen sanften Inhaltsstoffen für ein herrlich frisches und weiches, streichelzartes Hautgefühl.

Hand & Body Cream: Mit Aloe Vera, Shea-Butter, Kakao-Butter und süßem Mandelöl spendet die Hand- und Körpercreme tiefe Feuchtigkeit für die Haut.

Talcum Powder: Das „Vanities“-Puder aus feinstem 3-fach gemahlenem Talkum erfrischt die Haut und verleiht ihr ein sanftes Gefühl.

Bath Oil: Mit Ingredienzien von höchster Qualität pflegt das „Vanities“-Badeöl die Haut und versorgt sie mit Feuchtigkeit; es verteilt sich schnell und wird wunderbar leicht von der Haut aufgenommen.

Neben dem puren Wohlgefühl, das sie dem Körper schenken, ist den vier „Vanities“-Produkten noch etwas gemeinsam: der wunderbar zarte Duftschleier, in den sie die Haut hüllen! Vom ersten Moment an verströmen sie prickelnd-frische Zitrusnoten, denen sich rasch traumhaft leichte Blütendüfte (Veilchen, Jasmin, Nachthyazinthe, Alpenveilchen, Geranie) im floralen Herzen hinzugesellen. Das köstliche Vanities-Dufterlebnis mündet in einen sinnlichen Ausklang mit delikaten Akzenten von Ambra, Vanille, Moschus und feinen Hölzern.

Da die Produkte der Vanities Collection selbst eine leicht parfümierende Wirkung haben, können sie  sowohl alleine verwendet werden, als auch in Kombination mit den Damenparfums von Penhaligon´s (wenn´s nach dem Baden noch etwas mehr Duft sein darf) …

Penhaligon´s – Vanities Collection bei Essenza Nobile

Gewinnspiel: Der Duftnewcomer 2012

Duftnewcomer 2012

Manchmal da trifft man auf ein Parfumlabel, das einem sofort von Grund auf sympathisch ist. Ein Bauchgefühl sagt dem Händler “Dieser Linie MUSST du einfach eine Chance geben”.  So war es in etwa auch bei unserem Newcomer 2012, welchen wir vor einigen Wochen bestellten und schon bald als Europa Premiere in unserem Online Shop anbieten werden. Der Parfumeur dürfte den wenigsten etwas sagen, er hat bislang für keine großen Häuser gearbeitet und ist auch nicht gewillt, sich dem Diktat des Massenmarktes zu unterwerfen. Er tüftelt und kreiert – völlig unvoreingenommen. Es entstehen Düfte, für die vorher keine riesigen Summen für die Marktforschung ausgegeben wurden, für die kein übertriebenes Marketingfest veranstaltet wurde – ganz einfach Düfte, welche sich von sich aus rasant verbreiten und an Beliebtheit gewinnen. Basierend auf Ihrer Einzigartigkeit und der Tatsache das Sie vom Flakon bis zum Parfum liebevoll von Hand hergestellt wurden.

Wir verraten an dieser Stelle noch nicht um welches neue Indie-Label es sich hier handelt – das ist Ihre Aufgabe!

Erraten Sie den Duftnewcomer 2012 und gewinnen Sie!

Und so machen Sie mit:

1. Beobachten Sie regelmäßig das obige Bild – es gibt von Zeit zu Zeit ein wenig mehr von der Duftkollektion frei.

2. Folgen Sie uns auf Facebook. Hier geben wir regelmäßig Tipps aus.

3. Tragen Sie auf unserer Gewinnspiel-Seite beliebig oft Ihren persönlichen Tipp ein und lassen Sie sich über das Erscheinen der Linie per E-Mail benachrichtigen.

Was gibt es zu gewinnen?

Jeder Teilnehmer der uns die richtige Lösung einsendet nimmt an der Verlosung um folgende  Produkte teil. Es gibt zu gewinnen:

Jeweils einen von 5 Flakons nach Wahl  des Duftnewcomers 2012

Eines von 5 Sample – Kits des Duftnewcomers 2012

Kultig-kurioser Kerzenzauber: die wundersame Welt der Duftkerzen von Fornasetti Profumi

Die außergewöhnliche Duftkerzen-Kollektion von FORNASETTI PROFUMI lässt Sammlerherzen höher schlagen: Sie verbindet den visuellen Zauber verschiedener Motive des italienischen Kult-Designers Piero Fornasetti mit einem einzigartigen Dufterlebnis…

Fornasetti Profumi - Dekor-Duftkerzen

Maler, Grafiker, Bildhauer, Kunsthandwerker, Innendekorateur – der Mailänder Künstler Piero Fornasetti (1913-1988) ist eine Designer-Legende des 20. Jahrhunderts; zu seinen Lebzeiten hat er mehr als 11.000 Werke und Produkte geschaffen – von Lithografien über Mode und Möbel bis hin zu Theaterkulissen und Inneneinrichtungen, etwa die des Arleccino Cinema, des Andrea Doria Trans-Atlantic-Liner oder des Casino in San Remo. Im Laufe seiner künstlerischen Karriere schuf er eine ganz eigene Bildsprache – eine visionäre, magisch-wundersame Welt aus Bildern und Farben, voll von augenzwinkernder Ironie, liebenswerten Kuriositäten und launigen Schrullen.

Eines seiner wohl berühmtesten Werke ist „Themen und Variationen“ („tema e variazioni“), eine Serie mit hunderten von Adaptionen eines schwarz/weiß-Portraits der Opernsängerin Lina Cavallieri… er hatte ihr Gesicht in einem Magazin aus dem 19. Jahrhundert gefunden, was die künstlerisch vielleicht folgenschwerste Entdeckung seines Lebens gewesen ist. „Was hat mich dazu bewogen, mehr als 500 Variationen über das Gesicht einer Frau zu kreieren?“ soll sich Piero Fornasetti einmal gefragt haben – um die erstaunlich banale Erklärung gleich selbst mitzuliefern: „Ich weiß es nicht. Ich habe damit begonnen, sie zu machen, und nie mehr damit aufgehört“…

Fornasetti Profumi - Themen und Variationen

„Themen und Variationen“ („tema e variazioni“): Duftkerzen „L’Ape“ und „Bacio“

Heutzutage ist es Piero Fornasettis Sohn Barnaba, der die Fornasetti-Fackel unermüdlich weiterträgt und sein Erbe in seinem Sinne fortgeführt. Der Künstlerspross ist selbst mit einigem kreativen Talent gesegnet, erlangte etwa eigene Design-Erfahrungen bei der Renovierung alter Anwesen in der Toskana. In den 1980er Jahren trat er dem Studio seines Vaters bei, das er nach dessen Tod 1988 übernahm und dort schon sehr bald mit der Archivierung der zahlreichen Werke Piero Fornasettis begann. Mit einer gesunden Mischung aus Geschäftsgeist und kreativem Herz sorgt er seither erfolgreich dafür, dass der Name Fornasetti nichts an seiner bis heute ungebrochenen Faszination und Strahlkraft verliert.

Gleichzeitig ergänzt er – zur Freude der nicht eben kleinen Gemeinde passionierter Fornasetti-Sammler und -Liebhaber in aller Welt – das bestehende Portfolio immer wieder um interessante Neuinterpretationen, aber auch ganz neue, von ihm selbst gestaltete Objekte. So ist seine Art der Fornasetti-Nachlassverwaltung dann auch weit mehr als bloße „Traditionspflege“ und postume Huldigung eines großen Namens, sondern vielmehr ein stetig sprudelnder Brunnen neuer Ideen und Innovationen, der immer wieder überraschende, liebens- und staunenswerte Neuheiten hervorbringt…

Fornasetti Profumi - Duftkerzen - Architektur

Architektur auf Kerzen: „Architettura“ und „Palazzo“

So gab Barnaba etwa vor einiger Zeit bei Meisterparfümeur Olivier Polge die Komposition des Raumduftes „Otto“ in Auftrag – für eine Duftkerzen-Serie, die den visuellen Zauber verschiedener Fornasetti-Designs mit einem außergewöhnlichen Dufterlebnis verbindet: Der Kerze entströmen die duftenden Geister von Thymian und Lavendel (Kopfnote), Zedernholz und Florentiner Schwertlilie (Herznote), und eine köstliche Melange aus Tolubalsam, Weihrauch, Birke/Benzoe und Labdanum in der Basisnote.

Klingt ja überaus verlockend, nur: Was hat dieser Duft eigentlich mit Fornasetti zu tun? Nun, der Parfümeur Olivier Polge (ein Meister seines Fachs, der u.a. schon für Christian Dior, Burberry, Dolce & Gabbana, Giorgio Armani, Jil Sander, Victor & Rolf und Van Cleef & Arpels Parfums kreiert hat) hat dem Vernehmen nach ausgiebig im und um das Fornasetti-Haus herumgeschnuppert, und dabei so manche Duftnoten aufgeschnappt, die in die Komposition von „Otto“ eingeflossen sind. Ursprünglich sollte eigentlich auch noch die Essenz der Studentenblume (Tagetes) in dem Raumduft vorkommen, da diese sowohl im Fornasetti-Garten als auch in Barnabas Kindheitserinnerungen besonders präsent ist; sie passte jedoch aus rein kompositionstechnischen Gründen nicht in die Gesamtarchitektur des Duftes. Doch auch ohne diese Ingredienz wurde „Otto“ zu einem waschechten Signatur-Duft des Hauses Fornasetti, in dem duftende Sinneseindrücke sowohl aus dem Haus selbst als auch aus dessen Garten und der näheren Umgebung zu einem exquisiten, vielschichtigen Dufterlebnis verschmelzen, das uns mit seinen teils orientalischen, teils lederigen und holzigen Akzenten allein schon auf olfaktorischem Wege ein Stück „Fornasetti“ nach Hause bringt.

Fornasetti Profumi - Duftkerzen - Pistolen, Eulen

Pistolen und Eulen findet man auf Fornasettis Duftkerzen...

Was die Duftkerzen von Fornasetti Profumi aber natürlich überhaupt erst zu „richtigen“ Fornasetti-Kerzen – und damit zu echten Liebhaberstücken – macht, sind die Fornasetti-Dekors, mit denen sie geschmückt sind! Und die lassen jedes Sammler-Herz mindestens ein paar Zentimeter höher schlagen: Kurios wirkende Eulen schauen uns mit hellwachem Blick von der einen Kerze aus an – akkurat aufgereihte Sardinen von einer anderen. Goldene Pistolen hier, geöffnete Hände da, ein roter Kussmund dort – ja, sogar betrunkene Affen in feuchtfröhlicher Trinklaune tummeln sich munter auf den Design-Duftkerzen aus dem Hause Fornasetti. Und selbstredend darf auch das bekannte „tema e variazioni“-Abbild von Lina Cavalieri, das in gleich zwei Variationen („L’ApeundBacio“) präsentiert wird, in einer solchen Kollektion nicht fehlen…

Die Fornasetti-Duftkerzen werden in Frankreich von Hand gegossen und aus 100% pflanzlichem Wachs hergestellt. Die Kerzen gibt es in zwei Gewichtsklassen: Der größte Teil der Kerzen weist ein Wachsgewicht von 300 Gramm auf, was allein schon eine stolze Brenndauer von rund 60 Stunden verspricht. Vier von Fornasettis Dekor-Duftkerzen lassen es aber gleich so richtig krachen; die im betont üppigen XXL-Format gehaltenen Mehrdochtkerzen sind ideal für die Beduftung größerer Räume geeignet und bringen ganze 1,9 Kilogramm Kerzenwachs auf die Waage! Laut Herstellerangaben gewährleistet dies ein bis zu 180 Stunden andauerndes, gemütlich flackerndes Duftvergnügen – das entspricht einer ununterbrochenen Brenndauer von mehr als einer ganzen Woche

Fornasetti Profumi - Duftkerzen - Sardinen, betrunkene Affen

... ebenso wie Sardinen und betrunkene Affen!

Fornasetti-Duftkerzen bei Essenza Nobile

Walzertakt für die Nase: WienerBlut

WienerBlut

„Wiener Blut“ – das ist natürlich zuallererst einmal jene weltbekannte Operette von Johann Strauss (Sohn), die im Jahr 1899 in Wien uraufgeführt wurde; rund 90 Jahre später gab dann auch der österreichische Popsänger Falco einem seiner Studioalben diesen Namen. WienerBlut – das ist versierten Parfumkennern aber spätestens seit 2009 auch als ein ebenso kultiges wie außergewöhnliches Luxusparfum-Label aus Wien ein Begriff; seinerzeit nämlich trat WienerBlut-Gründer Alexander Lauber erstmals unter diesem Namen mit dem Duft „Klubwasser“ auf die Bretter der großen Parfum-Bühne dieser Welt.

Der betont traditionslastige Name weist bereits die Richtung, in die es mit den WienerBlut-Düften geht: Ein großes Glas Jahrhundertwende-Nostalgie und a bisserl Walzertakt für die Nase, gewürzt mit einer wohl dosierten Prise Glanz & Gloria… das mondäne Lebensgefühl und Savoir-vivre der guten, alten Donaumetropole Wien wird von WienerBlut in Parfums gegossen und in virtuoser Weise olfaktorisch in Szene gesetzt. Die WienerBlut-Düfte lassen am Horizont unserer Wahrnehmung die Ahnung einer längst vergangenen Epoche aufflackern, in der Länder wie „Britisch Indien“ (wie es damals noch hieß) für den Ottonormal-Mitteleuropäer ungefähr so sagenhaft und unerreichbar fern erschienen sein mögen wie heute vielleicht der Jupiter…

Indisch Leder heißt dann auch eine der insgesamt vier neuen Duftschöpfungen, mit denen WienerBlut den lange erwarteten Nachschlag zum Parfumdebut „Klubwasser“ serviert – und das uns gleichsam in das ausgehende 19. Jahrhundert, direkt in die Zeit des Erzherzogs Franz Ferdinand zurückversetzt. Eine ausgedehnte Weltreise („grand tour“) führte letzteren 1892/93 u.a. nach Indien, worauf sowohl der Name als auch die olfaktorische Konzeption des Parfums Bezug nehmen. Ähnlich geschichtsträchtig mutet auch Volkamaria an – ein Duft, der auf einer alten Rezeptur basiert, die von WienerBlut in den Archiven der österreichischen Nationalbibliothek aufgestöbert wurde, und dessen Name auf eine exotische Parfumingredienz namens „Volkamiria“ zurückgeht, die um die Jahrhundertwende beliebt war – heutzutage aber weitgehend unbekannt ist.

Eine sinnlich duftende, strahlend-warme Ode an einen italienischen Sommerabend hat WienerBlut mit Florentiner geschaffen: Hochwertige Rohstoffe von süditalienischen Orangen- und Zitrusbäumen, prickelnder Ingwer und Pimenta-Blätter treffen hier auf mediterrane Kräuter wie Lavendel und Rosmarin, edles Zedernholz, grünen Tee, erdigen Vetiver und Eichenmoos – nicht von ungefähr lautet der schmückende Beiname des Parfums „Orangerie de luxe“.

Wem nun noch (rein zufällig) nach einem grün-aromatischen Absinth-Akkord mit pfeffrig-frischen Zedernblättern, einem Hauch von Veilchen sowie Wermut, Armoise und herrlichen Kaffeehausaromen á la Tabak und Mokkadampf sein sollte – heißa, für den- oder diejenige hat WienerBlut mit dem vierten Parfum im Bunde (Panasch) genau den richtigen Duft parat!

Wien: Schloss Schönbrunn

Wien: Schloss Schönbrunn

Das Konzept hinter WienerBlut ist so spannend wie faszinierend: Den Düften liegen ausführliche Recherchen in alten Quellen der Parfümeriegeschichte und umfangreiche Experimente mit historischen Originalrezepturen zugrunde, die zu einer WienerBlut-eigenen Interpretation veredelt wurden. WienerBlut-Mastermind Alexander Lauber beschreibt das so: „Unsere Vision war es, die Essenz historischer Kompositionen einzufangen, und diesen einen neuen Kontext zu geben – was bedeutet, dass wir nicht immer wussten, wohin uns der Prozess bringen würde“. Dabei sind die WienerBlut-Düfte aber weitaus mehr als bloße Neuauflagen alter Parfumrezepturen: „Nach dem Experimentieren mit den Originalrezepten haben wir etwas neues kreiert. Wir haben die DNA, wie man es nennen könnte, oder die Seele der Originalkompositionen bewahrt, aber wir mussten ihre Erzählung ganz neu schreiben“.

Alle vier Eaux de Toilette von WienerBlut sind Unisex-Düfte und in der Größe 100 ml erhältlich. Die Gestaltung der Verpackung stammt vom renommierten Designer Alex Wiederin (buero new york), für die Parfumkompositionen selbst zeichnet der Pariser Parfümeur Pierre-Constantin Gueros verantwortlich, der sich bereits mit Duftkreationen u.a. für Bill Blass und Odin New York (Owari) in der Parfümeriewelt einen Namen gemacht hat.

Das Schlusswort möchte ich heute dem Grafen Zedlau aus der „Wiener Blut“-Operette von Johann Strauss überlassen, das sich fast so liest, als habe er damals schon die Düfte von WienerBlut gekannt – und, so könnte man meinen, geradezu hymnisch besungen: „Wiener Blut! / Wiener Blut! / Wiener Blut! / Eig’ner Saft / Voller Kraft / Voller Glut! / Du erhebst / Du belebst / Unser´n Mut! / Wiener Blut! / Wiener Blut! / Was die Stadt / Schönes hat / In dir ruht! / Wiener Blut / Heisse Flut / Allerort / Gilt das Wort: / Wiener Blut!“ …

Traditionelle Kutsche "Fiaker", im Hintergrund: das Wiener Rathaus

Traditionelle Kutsche "Fiaker", im Hintergrund: das Wiener Rathaus

WienerBlut bei Essenza Nobile

Von der Macht des Anch, des Dufts und der Liebe: Exklusiv-Interview mit Linda L. Gerlach

Linda L. Gerlach

Linda L. Gerlach

Alles begann mit einer Flussreise auf dem Nil: Inspiriert von dem altägyptischen Symbol des Anch hat die weitgereiste New Yorker Unternehmerin und Künstlerin Linda L. Gerlach 2008 mitLove, the Key to Life zusammen mit Top-Parfümeur Clement Gavarry einen außergewöhnlichen Duft der Liebe geschaffen – dessen Komposition ähnlich komplex ist wie die Liebe selbst…

Und ebenso zeitlos: Auch im Jahre vier nach der Lancierung von Love, the Key to Life wirkt der würzig-florale, semiorientalische Ausnahmeduft noch immer so aktuell, so chic, so vielsagend, so strahlend und facettenreich-schillernd wie am ersten Tag. Hat die Parfum-Perle aus New York mit den ägyptischen Wurzeln womöglich das Zeug zum Klassiker?

Ja, meint (nicht nur) Linda L. Gerlach. Im Interview mit EDLE ESSENZEN spricht die Schöpferin des duftenden Liebes-Elixiers so begeistert über ihren Duft wie eine liebende Mutter von ihrem Baby. Und wer will es ihr verdenken? Love, the Key to Life IST ihr Baby – und noch so einiges mehr…

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Love, the Key to Life

Love, the Key to Life

EDLE ESSENZEN: Linda, Ihr Duft Love, The Key to Life kam im Dezember 2008 heraus. Wie fielen die Reaktionen aus, die Sie bislang darauf erhalten haben?

LINDA L. GERLACH: Das Feedback war überwältigend positiv. Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren haben mein Parfüm getragen – und waren davon begeistert. Der Duft, der sich auf allen Trägerinnen in einer einzigartigen Weise entfaltet, wurde beschrieben als: anziehend, verführerisch, berauschend, lecker, fröhlich, schön, exotisch, geheimnisvoll, kann nicht ohne ihn leben, frisch, modern, kultiviert, Bohemien-Chic…

EDLE ESSENZEN: Es heißt, die “Initialzündung”, also Ihre Inspiration dazu, diesen Duft zu kreieren, sei eine Reise durch Ägypten und eine Bootsfahrt auf dem Nil gewesen – stimmt das?

LINDA L. GERLACH: Ja.

EDLE ESSENZEN: Können Sie uns mehr von dieser Reise und den Eindrücken, die Sie in Ägypten hatten, erzählen?

Linda L. Gerlach bei Gizeh in Ägypten

Gruppenbild mit Kamel und Pyramide: Linda L. Gerlach bei Gizeh in Ägypten

LINDA L. GERLACH: Der Trip nach Ägypten war eine historische, faszinierende Reise. Der Nil ist reich an wunderbar verführerischen Floral- und Gewürzdüften, ist umgeben von altertümlichen Symbolen und Monumenten, die 400 bis 500 Fuß hoch sind, und in denen noch immer die Mysterien und Legenden von Liebe, Lust und Eifersucht unter den Göttinnen und Göttern zuhause sind. Der Nil ist visuell verlockend und historisch faszinierend… und alles davon hat einen starken Einfluss auf mich ausgeübt.

EDLE ESSENZEN: Als Symbol für Ihren Duft haben Sie das Anch gewählt, eine ägyptische Hieroglyphe. Was bedeutet dieses Symbol für Sie persönlich, und in welcher Weise ist es mit dem Duft und seiner Philosophie verbunden?

LINDA L. GERLACH: Der Trip auf dem Nil in Begleitung eines Ägyptologen war eine lustige, lehrreiche Reise, bei der ich das Anch neu entdeckte. Am ganzen Nil entlang wird immer wieder bildhaft dargestellt, wie die Götter das Anch an die Nase des Pharaos halten, um ihm den Atem des Lebens zu geben. Als Symbol wird es als „Schlüssel des Lebens“ („key of life“) bezeichnet. Das führte mich zu dem Gedanken, wie wundervoll es doch wäre, einen Duft zu haben der einem, wenn er an die Nase gehalten wird, Leben gibt.

Linda L. Gerlach - Fashion Night, The Plaza Hotel, New York

September 2010: Linda L. Gerlach präsentiert ihren Duft "Love, the Key to Life" bei der Fashion Night im The Plaza Hotel, New York

Liebe („love“) wird ebenfalls als Schlüssel des Lebens betrachtet. Die meisten Menschen sind auf der Suche nach Liebe und dem „Schlüssel zu ihrem Leben“, vom Tag ihrer Geburt bis zu dem Tag, an dem sie sterben. Es war dort, auf dem Nil, dass ich den Gedanken entwickelte, die zwei mächtigsten Symbole der Welt zusammenzuführen: Liebe und das Anch, was in meinem ausdrucksstarken neuen Ikonen-Logo resultierte.

Dieser Duft ist ein moderner, klassischer, floral-würziger Semi-Orientale. Er ist subtil, sinnlich und so verführerisch wie Cleopatra, jedoch gewürzt mit Bohemien-Chic. Der Duft entfaltet sich sanft mit verlockender Magie, und ist so anregend wie eine Reise auf dem Nil und so lange andauernd wie wahre Leidenschaft.

EDLE ESSENZEN: Glauben Sie, Cleopatra hätte Love, The Key to Life gemocht?

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KINSKI – ein Duft zwischen Genie und Wahnsinn

Kinski

„Ich spiele nicht. Ich bin es!“, sagte einst Schauspieler-Legende Klaus Kinski (1926-1991). Wie kaum ein zweiter Mime vor oder nach ihm trieb und lebte er seine Profession bis zum Exzess, bis zur Schmerzgrenze. Sein hinterlassenes Lebenswerk ist fast unüberschaubar: Ob in „Nosferatu – Phantom der Nacht“, „Aguirre, der Zorn Gottes“, „Fitzcarraldo“, etlichen Edgar-Wallace-Filmen oder aber legendären Italowestern vom Schlage eines „Töte Amigo“ oder „Für ein paar Dollar mehr“ – Klaus Kinski war von den späten 1940er Jahren bis zu seinem Lebensende in rund 130 Filmproduktionen zu sehen. Besonders die Darstellung psychopathischer und manisch-getriebener Charaktere war seine ureigene Spezialität…

Keine Frage: So viel Manie und Passion schreit förmlich danach, in die leidenschaftlich-emotionale Sprache eines Duftes transkribiert und übersetzt zu werden. Und so hat die Firma Kinski Productions anlässlich des 20. Todestages des Kultdarstellers die Lizenzrechte für einen Duft zum Gedenken an Klaus Kinski vergeben. Der außergewöhnliche und exzentrische Künstler war die perfekte Inspirationsquelle für das neueste Werk von Geza Schön, Mastermind der erfolgreichen Duftserie Escentric Molecules. Mit diesem Parfum gelang es ihm, ein olfaktorisches Portrait der komplexen Persönlichkeit des Ausnahmekünstlers zu erschaffen – und ihm damit ein in jeder Hinsicht würdiges Denkmal zu setzen:

Das herrlich dekadente, extravagante Eau de Toilette eröffnet mit einem verwirrenden Kontrast aus melancholisch-fruchtigen Noten von Cassis und Wachholder in Kombination mit peruanischem Pfeffer und Bibergeil (Castoreum). Die exzessive Seite Kinskis wird durch Marihuana-Akkorde und Muskat im Herzen des Duftes repräsentiert, verbunden mit Noten von Pflaume, Orangenblüte, Rose, Magnolie und Orchidee.

Die Basis verkörpert die Tiefe und emotionale Seite Kinskis; seine Liebe zum Meer wird durch salzige Noten und herbe Elemente illustriert. Im furiosen Finale brennt der Duft ein wahres Feuerwerk aus Benzoin, Vetiver, Zeder, Patchouli, Styrax, Zistrose, Ingwer, Moschus, Moos und Ambra ab.

Wer Eigen- und Andersartigkeit, olfaktorische Originalität und Exzentrik mag, wird KINSKI lieben!